Stötten
Geprägt von Respekt und Anerkennung

Nach 1961 und 1992 richtete die Schützengesellschaft Stötten nun zum dritten Mal das Gauschießen des Schützengaus Kaufbeuren-Marktoberdorf aus. Diesmal ist der Anlass die Wiedergründung des Vereins vor 50 Jahren. Im Zuge dessen sprach Erster Gauschützenmeister Richard Sirch, zugleich Vorsitzender des gastgebenden Vereins, von «zukunftsträchtigen Neuerungen». Sie sollen es künftig auch kleineren Vereinen ermöglichen, das Gauschießen auszurichten.

Sirch verwies bei der Begrüßung der zahlreichen Ehrengäste beim Festakt darauf, dass erstmals die sportlichen Schießwettkämpfe an drei verschiedenen Orten des Schützengaus Kaufbeuren-Marktoberdorf ausgetragen wurden: in Baisweil, Dösingen und Stötten. Auch wurde die Schussanzahl für den Einzelnen auf 30 Schüsse begrenzt.

Höhepunkt des Jahres

Als Höhepunkt des Schützenjahres bezeichnete Bürgermeister Joachim Ernst das Gauschützenfest. In der über 100-jährigen Vereinsgeschichte der Schützengesellschaft Stötten sei das Fest ein weiteres wichtiges Ereignis, bei dem sich vor allem die Stöttener Schützenjugend maßgeblich eingebracht habe. Dies zeuge von guter Jugendarbeit und vom Zusammenhalt von Jung und Alt.

Unermüdliche Arbeit

Nach kurzem Rückblick auf die Geschichte des Vereins erinnerte Altbürgermeister und Schirmherr Otto Rauh an die herbe Kritik einiger, als die Gemeinde 1995 das Gasthaus «Post» für mehrere Vereine kaufte. Dabei hob er unter anderem die unermüdliche Arbeit des Vorsitzenden Richard Sirch hervor, der auch die 13 Schießstände und die Schießstube mitgebaut und -eingerichtet hat. Da hinter jeder Organisation immer der handelnde Mensch stehe, gelte Respekt und dankbare Anerkennung denjenigen Frauen und Männern, die Verantwortung übernommen hätten. Denn erst aus der Atmosphäre, welche die Verantwortlichen in den Vereinen schufen, erwachse ein funktionierendes Gemeindeleben.

Der Verantwortung bewusst

Stellvertretende Landrätin und Landtagsabgeordnete Angelika Schorer hob die hervorragende Jugendarbeit in den Schützenvereinen im Landkreis und Schützengau und den verantwortungsbewussten Umgang mit ihren Sportwaffen hervor. Zweite Gauschützenmeisterin Marita Schuster ging unter anderem auf die von den Stöttener Schützen eingeführten Neuerungen beim Gauschießen ein und überreichte den Gauehrenteller.

20000 Stunden Eigenleistung

1893 wurde der Verein erstmals erwähnt, berichtete Sirch. Er erinnerte an die Wiedergründung 1959, an einzelne Personen und an den Schießbetrieb im Gasthaus Rappold, in der «Post», in der Mehrzweckhalle und jetzt wieder in «D Post», die in einer «beispiellosen Aktion» und 20000 Stunden Eigenleistung zum Vereinshaus wurde. Er dankte vor allem Rudolf Schreyer für dessen unermüdlichen Einsatz im Rahmen der Dorferneuerung.

Die örtlichen Vereine überreichten als Präsent den von den Schützen gewünschten Schaukasten. Vom Patenverein Osterreinen sprach Albert Dollesch, für die VG-Schützenvereine Markus Hämmerle.

Noch bis Sonntag, 14. Juni, wird in Stötten gefeiert. Dem Stimmungsabend am heutigen Samstag mit den «Schwindligen 15» (20 Uhr) folgt morgen der Festsonntag mit Festgottesdienst (9.30 Uhr) im Zelt, Frühschoppen, Schützenfestumzug (13.30 Uhr) mit über 3000 Mitwirkenden und dem Ausklang mit der «Königlich privilegierten Waschhausvereinigung» (20 Uhr).

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