Geplantes Kraftwerk erhitzt die Gemüter

Lamerdingen | rim | Lange und ausgiebig über das geplante Heizkraftwerk in Ettringen (wir berichteten) sprechen wollten die Lamerdinger Gemeinderäte nicht. Zu wenig Informationen lägen bis jetzt vor, sagte Bürgermeister Hanspeter Eberhardt. Ganz ohne Kommentar und Stellungnahme den Tagesordnungspunkt auf eine der nächsten Sitzungen verschieben, konnten die Räte dann aber auch nicht. Schließlich hatte das Heizkraftwerk, das auf dem Gelände der Papierfabrik Lang errichtet werden soll, auch etliche Zuschauer zu der Sitzung gelockt, die zuvor schon Zeitungsartikel zum Thema untereinander verteilten.

Eberhardt begründete das Vertagung damit, dass er sich im Augenblick außer Stande fühle, eine Entscheidung zu treffen. 'In wie weit unsere Gemeinde davon betroffen ist, kann ich im Moment nicht sagen.' Ein Blockheizkraftwerk sei eigentlich eine harmlose Sache, wenn dort aber Müll verbrannt werde, sehe es schon wieder anders aus.

Gemeinderat Werner Schulze witterte gar alt Bekanntes im neuen Gewand. 'Über eine Müllverbrennungsanlage haben wir vor zwanzig Jahren bereits gesprochen', sagte er. Winfried Kastl schlug vor, sich mit anderen Gemeinden in Verbindung zu setzen. Zeit dafür bleibt, die Einspruchsfrist der Gemeinde für das Verfahren endet Mitte Februar.

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Allgäuer Zeitung aus Kempten

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