Marktoberdorf
Gemeinsam Zukunft gestalten

Die Interessengemeinschaft «Mitten in Marktoberdorf» will demnächst mitten in der Stadt ein ganz besonderes Licht aufgehen lassen. Dazu wird das Emmi-Fendt-Haus an der Meichelbeckstraße zu einem beleuchteten Adventskalender umgestaltet. Auch finanziell gesehen wünscht sich der Zusammenschluss mehr Licht.

Spenden verdoppeln

«Wir haben ein schönes Spendenaufkommen, aber wir brauchen weitere Mitglieder und Spender», machte Bürgermeister Werner Himmer deutlich, als er bei der Mitgliederversammlung im Künstlerhaus den Kassenbericht vortrug. Das Werben hat einen besonderen Grund: Jeder Euro, den die IG aufbringt, wird durch die öffentliche Hand verdoppelt. Und mehr Geld bedeute mehr Schlagkraft für die Gestaltung der Stadt.

Kurz nach ihrer Gründung Ende 2008 zählte die Gemeinschaft 55 Mitglieder. Inzwischen ist sie auf 74 gewachsen. Die eigentliche Zeitrechnung, wie es Dr. Wolfgang Hell als Vorsitzender der Lenkungsgruppe ausdrückte, habe Mitte April mit der Einstellung von Projektmanagerin Nicole C. Becker begonnen. Er bescheinigte ihr eine hervorragende Arbeit. Auch die Erwartungen, die an den Besuch ihrer Sprechstunden geknüpft waren, seien «weit übertroffen» worden.

Vornehmlich drehten sich die Gespräche um das Vermieten leerer Geschäftsräume.

Stellplatzumfrage und Tiefgarage

Eine Stellplatzumfrage bei Gewerbetreibenden, der Ideenwettbewerb für die Umgestaltung der Rathaustiefgarage, ein Informationsabend zum Thema «Mein Haus putzt sich heraus», ein rege besuchter Stadtspaziergang, die «Architektour» und einiges mehr nannte Hell an Aktivitäten.

Der Service entscheidet

Noch einmal machte er deutlich, dass aus rein städtebaulicher Sicht die St. Martinsschule an ihrem jetzigen Standort bleiben sollte. Nur dann sei das Zentrum auch für junge Familien als Wohngebiet interessant. Ob sich das architektonisch umsetzen lasse oder pädagogisch wünschenswert sei, könne und wolle die IG nicht beurteilen.

Viel Lob erhielten Realschüler, die für «Mitten in Marktoberdorf» in monatelanger Kleinarbeit ein maßstabsgetreues, dreidimensionales Modell des Zentrums gebaut haben: «Eine wahnsinnige Leistung.»

Kurz nahm Hell Stellung zum kürzlich vorgelegten Zentrenkonzept. Zum Überleben des Einzelhandels in der Innenstadt spiele guter Service eine entscheidende Rolle. «Einige haben das bereits erreicht, andere sind noch auf dem Weg», sagte er.

Die Aktionen im kommenden Jahr werden sich um Busbahnhof und Parkdeck drehen, um die Aufwertung der Rathaustiefgarage, um ein Entwicklungskonzept für die Innenstadt, kündigte er an. Priorität besäßen Gespräche mit Eigentümern und Investoren sowie die Beteiligung der Bürger.

«Je mehr, desto besser»

Dass gerade den Marktoberdorfern selbst bei der Entwicklung der Stadt ein hoher Stellenwert zukommt, machte Stadtbaumeister Peter Münsch deutlich. Denn 2010 soll die städtebauliche Feinuntersuchung für mehrere Quartiere erfolgen. Dann werden auch die Ziele für Wohn- und Aufenthaltsqualität festgelegt: «Je mehr mitwirken, umso besser wird das Ergebnis.»

Autor:

Allgäuer Zeitung aus Kempten

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