Gemeinsam haben wir viel bewegt

Marktoberdorf | sg | Zehn Millionen Euro Schulden abgebaut und gleichzeitig 17 Millionen investiert, in Kindergärten, Schulen, Baugebiete, Straßen, die Modernisierung des Altenheims, des Modeons und so weiter. Eine Bilanz, so Bürgermeister Werner Himmer beim Auftakt des Wahlkampfes der Freien Wähler Marktoberdorf, die sich sehen lassen könne. Entschieden wies er die Behauptung eines Mitbewerbers um das Bürgermeisteramt zurück, dass sich Marktoberdorf 'zu Tode gespart' habe. 'Wir haben im Stadtrat gemeinsam vieles bewegt.' Eines seiner vordringlichsten Ziele werde aber auch künftig eine solide Finanzpolitik sein. Es sei durchaus gelungen, so Himmer weiter, die Stadt in den vergangenen sechs Jahren weiterzuentwickeln und zu gestalten.

Die Freien Wähler hätten sich dabei immer mit Sachverstand und dem Gespür für Machbares Gehör verschafft. Er, so Himmer weiter, sehe auch in Zukunft die Notwendigkeit, familienfreundliche Baugebiete auszuweisen. Ziel sei auch eine zukunftsweisende Energiepolitik. Gesunde Unternehmen seien für die Weiterentwicklung der Stadt Dreh- und Angelpunkt: Marktoberdorf habe hier eine verhältnismäßig günstige Situation aufzuweisen, die es zu pflegen gelte. Mittelfristig werde die Stadt weitere Gewerbeflächen ausweisen müssen.

Weiche Standortfaktoren optimal gestalten

Es sei aber auch wichtig, die so genannten weichen Standortfaktoren optimal zu gestalten: Kinderbetreuung, Freizeitangebote, Ausbildungsmöglichkeiten und eine attraktive Wohnqualität zu bieten. Nicht aus dem Auge verlieren dürfe man, Marktoberdorf als Musik- und Kulturstadt im Allgäu zu fördern.

Als besonderes Anliegen bezeichnete Himmer auch die Weiterentwicklung Marktoberdorfs zur Tourismus- und Tagungsstadt. Dafür müssten entsprechende Übernachtungskapazitäten geschaffen werden. Ein ganzes Kapitel widmete Himmer dem Thema Innenstadtgestaltung, wobei die Stadt, aber auch private Eigentümer von Liegenschaften gefordert seien.

Optimistisch zeigte sich Himmer, dass die Umgehungsstraße 2010 realisiert werden kann. Noch in diesem Jahr solle das Planfeststellungsverfahren eingeleitet werden - nicht ohne die betroffenen Bertoldshofener vorab zu informieren. Erst mit der Umgehung aber mache auch ein gesamtes Verkehrskonzept für Marktoberdorf Sinn. Dies auch mit dem Ziel, das Wohnen in der Innenstadt wieder attraktiver zu machen.

Darum ging es auch in der anschließenden Fragerunde. Eine Anliegerin der Meichelbeckstraße sprach für eine Bürgerinitiative dort und forderte verkehrsberuhigende Maßnahmen. Ein weiterer Bürger forderte dazu auf, den Kurfürsten Clemens Wenzeslaus, der seine Sommerresidenz in Marktoberdorf hatte, besser zu vermarkten. Eine dritte Sorge galt dem Thema Parallelgesellschaften und der Forderung, in Marktoberdorf alles dafür zu tun, die Integration von Migranten zu fördern.

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