Fuchstal
Gemeinderat will mitreden

In einer Sondersitzung wird der Fuchstaler Gemeinderat am kommenden Donnerstag ab 18 Uhr die Aufträge für die Errichtung von Fotovoltaikanlagen vergeben. Wie berichtet, will die Gemeinde Solarmodule auf den Dächern der Fuchstalhalle und des Bauhofes sowie Feuerwehrhauses in Leeder montieren lassen. Die Gesamtnennleistung beträgt etwa 85 Kilowatt. Die Investitionskosten belaufen sich auf rund 300000 Euro.

Die vorgezogene Auftragsvergabe soll die Fertigstellung und Inbetriebnahme bis Ende Juni gewährleisten. Dazu müsse sich der erfolgreiche Anbieter allerdings auch vertraglich verpflichten, ansonsten hätte er den Schaden für die Gemeinde auszugleichen.

Bei der Behandlung in der regulären Sitzung am 31. März wäre eine Erteilung der Aufträge vor Ostern nicht mehr möglich, warnte Bürgermeister Erwin Karg in der jüngsten Sitzung. Er selbst hatte deshalb beantragt, dass ihm der Gemeinderat per Beschluss zugestehe, eigenhändig dem wirtschaftlichsten Bieter den Zuschlag zu erteilen. Dies wollten die Räte aber angesichts des hohen Investitionsbetrages nicht zulassen.

Sechs Angebote

Der Bieterschluss bei der Ausschreibung sei unmittelbar am Sitzungstag gewesen und der beauftragte Ingenieur habe die Prüfung der sechs eingegangenen Angebote noch nicht abgeschlossen, so Karg. Man habe aber sehr günstige Gebote erhalten, meinte er. In der Ausschreibung sei auch die Lieferung von «deutschen Modulen» vereinbart worden, teilte er weiter mit. Man sei trotzdem insgesamt zu wenig informiert worden, beklagte unter anderem Rupert Turrina. Josef Weber bemängelte, dass man bezüglich der Wirtschaftlichkeit von Anlagen auf den Ostdächern keine Berechnung angestellt habe.

Um vom Bürgermeister Auskünfte über die Finanzierung des Vorhabens zu erhalten, schlossen die Gemeinderäte für etwa zehn Minuten die Öffentlichkeit aus. Zuvor hatten sie einer Zimmerei aus Unterdießen für 38000 Euro den Auftrag erteilt, am Dach des Feuerwehrhauses in Leeder eine Wärmedämmung anzubringen und die Dachplatten auszuwechseln. Dies hätte man auch ohne Fotovoltaikanlage früher oder später machen müssen, meinte Karg und sei deshalb unabhängig zu bewerten.

Johannes Wolffhardt war hingegen der Ansicht, diese Ausgaben hätten Bestandteil einer Wirtschaftlichkeitskalkulation sein müssen, die man sich vom Gremium gewünscht hatte. (hoe)

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