Haushalt
Gemeinderat verabschiedet engen Haushaltsplan von Bidingen

Einstimmig verabschiedete der Bidinger Gemeinderat den Haushalt für das laufende Jahr. Allerdings gab dieser für einige Räte Anlass zur Kritik gegenüber der Kreisumlage. Es wurde auch vorgeschlagen, sich der Gemeinde Germaringen anzuschließen, die eine Klage gegen die Kreisbehörde in Erwägung zieht.

Kämmerin Angela Unger erklärte das Zahlenwerk und sagte, dass bei der Aufstellung nur die << allernotwendigsten Investitionen >> enthalten seien. Der Gesamtetat hat ein Volumen von knapp sechs Millionen Euro. Dabei schließt in den Einnahmen und Ausgaben der Verwaltungshaushalt mit rund 2,1 Millionen Euro und der Vermögenshaushalt mit ungefähr 3,9 Millionen Euro ab.

Um allen Verpflichtungen nachzukommen, seien in diesem Jahr knapp 3,4 Millionen Euro Kreditaufnahmen notwendig, sagte Kämmerin Unger. Positiv jedoch: Eine Netto-Neuverschuldung wird es nicht geben, wenn dieser Sparkurs strikt eingehalten werde. Obwohl fast 130000 Euro vom Verwaltungs- in den Vermögenshaushalt zugeführt werden können, sind die anstehenden Tilgungen nicht mehr über den Verwaltungshaushalt zu schaffen. Der Schuldenstand der Gemeinde errechnet sich auf knapp sechs Millionen Euro, was einer Pro-Kopf-Verschuldung von 3532 Euro entspricht.

Grundsteuern werden erhöht

<< Wir sind bestrebt, die Schulden so schnell wie möglich abzubauen >>, erklärte dazu Bürgermeister Franz Martin. In diesem Zusammenhang erklärte er auch die notwendige Anhebung der Steuersätze für die Grundsteuern A und B. Von derzeit 350 Prozentpunkten werden diese auf jeweils 400 Prozentpunkte erhöht. Bei der Gewerbesteuer beträgt der Prozentsatz 320 Punkte.

Mit diesen Zahlen konfrontiert, segnete der Gemeinderat den Haushalt ab. Kritisiert wurde allerdings die Tatsache, dass sich die Kreisumlage im vergangenen Jahr um rund 100000 Euro erhöht habe. Das veranlasste Gemeinderat Martin Eberle zum Vorschlag, sich dem Vorhaben der Gemeinde Germaringen anzuschließen und mit rechtlichen Schritten gegen die Kreisbehörde vorzugehen. << Wir sollten uns mit Germaringen solidarisieren >>, meinte Eberle. Mit Kopfnicken stimmten ihm einige Ratskollegen zu.

<< Gut, dass das mal angesprochen wird >>, meinte Gemeinderätin Waltraud Mair, die auch Kreisrätin ist. Zwar sei der Kreistag auch mit enormen Ausgaben konfrontiert. << Aber der Landkreis ist in der glücklichen Lage, die Kosten auf die Kommunen zu verteilen >>, so Mair.

Der Ansatz für den << Sagenhaften Weg >> von 7500 Euro erschien Gemeinderat Gerhard Mariner als zu hoch, da dieser ursprünglich niedriger angesetzt war. << Das können wir uns momentan fast nicht leisten und müssen die Schaufel selbst mal in die Hand nehmen >>, forderte er.

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