Straßenlaterne
Gemeinderat Bidingen: Straßenbeleuchtung und DSL-Versorgung zur Diskussion

In der Bürgerversammlung in Bernbach wurde die stundenweise Abschaltung der Straßenbeleuchtung nach Mitternacht angesprochen. Dies nahm Bürgermeister Franz Martin zum Anlass, die Abschaltzeiten im Gemeinderat nochmals zu diskutieren. Außerdem beschäftigte sich das Gremium mit der DSL-Versorgung der Ortsteile Ob und Bernbach.

Vor allem am Wochenende sei die Abschaltung der Straßenbeleuchtung in den Nebenstraßen um Mitternacht zu früh, gaben Bürger zu bedenken. Neben Bernbach werden auch Straßenzüge in Bidingen, die nicht an der Hauptverkehrsstraße angeschlossen sind und der Ortsteil Geblatsried abgeschaltet. Vor einer Änderung der Modalitäten wollte der Gemeinderat genaue Daten, die Bürgermeister Martin nun vorlegte.

Von den insgesamt 241 Straßenlampen im Gemeindegebiet werden 66 zwischen Mitternacht und 4.30 Uhr abgeschaltet. Die Stromersparnis der betroffenen Lampen liegt bei 40 Prozent und nach Einbezug aller Kosten (zum Beispiel Netznutzung) bei 25 Prozent. Die Ersparnis liegt bei zehn Euro pro Lampe, also insgesamt bei 660 Euro pro Jahr.

Würde, wie vorgeschlagen, die Abschaltung um eine Stunde nach hinten verlegt, reduziert sich die Ersparnis um rund 150 Euro. Eine tagabhängige Schaltung sei nur vereinzelt möglich und eine Jahreszeiten angepasste Umstellung der Zeiten mit hohen Kosten verbunden. Eine dauerhafte Abschaltung jeder zweiten Lampe sei rechtlich nicht möglich. Der Gemeinderat lehnte eine Verlegung der Abschaltung um eine Stunde nach hinten mit neun zu zwei Stimmen ab.

Künftig auch LED-Technik

In diesem Zusammenhang wurde erneut befürwortet, dass kaputte Leuchtmittel durch Energiesparlampen ersetzt werden sollen. Bei zukünftig neu zu errichtender Straßenbeleuchtung könne der Umstieg auf LED-Technik in Erwägung gezogen werden.

Der Gemeinderat signalisierte sein Interesse für den Besuch des Leuchtenparks in Königsbrunn, um sich über die verschiedenen Techniken, Hersteller und Ausführungen zu informieren.

Für den Antrag auf Bau eines weiteren Windrades südöstlich von Biessenhofen hatte der Gemeinderat Bidingen eine Stellungnahme abzugeben. Da östlich der geplanten Anlage auf Bidinger Flur erst jüngst eine Bauvoranfrage für ein Windrad einging, wird durch den Bau der weiteren Biessenhofener Anlage eine Beeinträchtigung gesehen. Dies soll in die Stellungnahme aufgenommen werden.

Funklösung als Alternative

Die Breitbandversorgung in Bidingen ist aus Sicht des Gemeinderats mit bis zu 16 Mbit pro Sekunde sehr gut. Nicht so in den Ortsteilen Bernbach und Ob. Die dortige Leistung verringert sich, da das Netz über lange Verbindungen an Bidingen angeschlossen ist. Bürgermeister Martin informierte den Gemeinderat, dass die Möglichkeit bestehe, über Funk die LTE-Technik (Long Term Evolution) zu nutzen und damit eine höhere Leistung zu erreichen. Die Gemeinde sieht daher zurzeit keine Veranlassung, sich mit einem kostenaufwendigen Breitbandausbau zu befassen.

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