Fernwasserversorgung
Gemeinden im Oberallgäu müssen wohl ab 2013 mehr fürs Wasser zahlen

Folgende Tatsache beeindruckte die Mitglieder des Zweckverbands Fernwasserversorgung Oberes Allgäu (FWOA) bei der Sitzung in Kempten:

Im trockensten November seit Aufzeichnung der Wetterdaten sind vergangenen Monat durchschnittlich 20 000 Kubikmeter Wasser täglich in Altstädten gefördert worden. Der Grundwasserpegel hat sich laut Vorsitzendem, Durachs Bürgermeister Herbert Seger, aber nur um 18 Zentimeter abgesenkt - bei einer Gesamtwassertiefe von rund 50 Metern. Trinkwasser ist ein kostbares Gut, es wird aber im Oberallgäu voraussichtlich nicht knapp werden. Teurer wird's aber allemal:

Die Rücklagen des Verbands haben sich in den vergangenen Jahren laut Seger von rund 6 auf 3,6 Millionen reduziert.Geld floss laut Seger in den vergangenen Jahren ins Beheben von Hochwasserschäden (Leitungsbruch an der Iller 2005), in den Bau des Brunnens bei Ortwang und in diverse Pumpenerneuerungen. Voraussichtlich ab 2013 wird der Preis angehoben, nachdem er 2001 um 14 Prozent reduziert worden war.

Geschäftsführer Markus Spetlak: 'Im bayerischen Vergleich haben wir mit rund 33 Cent pro Kubikmeter den geringsten Preis einer Fernwasserversorgung, das wird auch mit einer minimalen Erhöhung so bleiben.' Gründe seien unter anderem, dass nur sieben Mitarbeiter beim Verband beschäftigt sind und die Geschäftsführung in Kooperation mit dem KKU (Kemptener Kommunalunternehmen) seit 2003 organisiert wird.

Leck in der Leitung

Die Oberallgäuer und Kemptener sparen aber auch mehr: Der Verbrauch hat sich reduziert, von 7,1 Millionen Kubikmeter 2009 auf rund 6,9 (2011). Der Verband nahm heuer rund 100 000 Euro weniger als erwartet ein (1,4 Millionen Euro bei Ausgaben von 2,1 Millionen). Er will aber weiterhin finanziell gewappnet sein, beispielsweise für unerwartete Bauarbeiten. In einem Moorgebiet bei Oy-Mittelberg galt es beispielsweise im Januar ein Leck zu entdecken.

Wegen der Eiseskälte seien erst knapp vier Wochen später Ausbesserungsarbeiten möglich gewesen. Nach Messungen des Zweckverbands verlor die Leitung dort 10 Liter Wasser pro Sekunde (245 Badewannenladungen in der Stunde). 10 000 Euro kosteten die eintägigen Bauarbeiten im Moor schließlich. Dort liegt die Wasserleitung auf Pfählen. Apropos Bauarbeiten: Der Brunnen in Ortwang wird ausgebaut.

Er soll ab 2012 zusätzlich 3,5 Millionen Kubikmeter Wasser ins Leitungsnetz einspeisen können. Die drei Brunnen in Altstädten fördern maximal acht Millionen Kubikmeter.

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