Gemeindechef wünscht sich mehr Solidarität

Fischen | pm | Als 'existenzvernichtend für den (örtlichen) Tourismus' bezeichnet Fischens Bürgermeister Edgar Rölz eine Trassierung der B19 entlang der Iller. Grund der Empörung: Der Oberstdorfer Marktgemeinderat hatte jüngst - bezug nehmend auf die Fischinger Tunnelpläne - eine Machbarkeitsstudie bezüglich einer Trassierung der B19 entlang der Iller gefordert (wir berichteten). Unabhängig von der Notwendigkeit, das Verkehrsproblem in Fischen und Langenwang zu beheben, sei das keine Alternative, betont Rölz.

Das obere Illertal sei auf Höhe Fischen lediglich 2,5 Kilometer breit und ende in Oberstdorf mit dem Abzweig ins Kleinwalsertal. Rölz stellt in Frage, ob eine weitere Trasse in dem landschaftlich hochsensiblen Bereich vertretbar sei.

Eine Trasse entlang der Iller durch das Weidach scheide aus, weil die Landschaft im Landesentwicklungsprogramm Bayern der Erholungslandschaft Alpen, Zone C, zugeordnet sei, in der öffentliche Straßen unzulässig seien.

Verkehrsuntersuchungen hätten ergeben, dass sich bis 2020 der Verkehr von derzeit bis zu 17 000 bis auf 22 000 Fahrzeuge am Tag erhöhen werde. Laut Gutachter sei die B19 durch Fischen und Langenwang schon jetzt an der Kapazitätsgrenze angelangt.

'Die Verzögerung realistischer Planungen durch nicht zu realisierende Oberstdorfer Wunschvorstellungen wird den Oberstdorfer Ortsteilen auf Jahre hinaus ein Mehr an Verkehr bringen und diesen mehr schaden als ein zeitlich begrenzter Umleitungsverkehr', sagt Rölz.

Zum Hintergrund: Die Oberstdorfer Gemeinderäte befürchten, dass der Verkehr während des Tunnelbaus über Oberstdorfer Ortsteile umgeleitet wird.

Rölz fügt an: Seit mehr als 50 Jahren fließe der Verkehr nach Oberstdorf und ins Kleinwalsertal durch Fischen. Da wäre es wünschenswert, wenn etwas Solidarität gezeigt würde.

Autor:

Allgäuer Zeitung aus Kempten

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