Allgäu
Gemeinde sucht noch einen Schüler

Markt Rettenbach Immer wieder ist von Lehrermangel die Rede. Die Hauptschule Markt Rettenbach sucht dagegen händeringend nach einem Schüler für ihre sechste Jahrgangsstufe. Nachdem sechs Kinder an eine weiterführende Schule wechseln werden und sich nun ein weiterer Schüler kurzfristig abgemeldet hat, kann derzeit die Mindestklassenstärke von 13 Schülern nicht mehr aufrechterhalten werden. «Weil uns ein Kind fehlt, werden wir die 6. Klasse wohl an die Hauptschule Ottobeuren abgeben müssen», erklärt Bürgermeister Alfons Weber.

Noch zum Ende des vergangenen Schuljahres habe er damit gerechnet, dass eine sechste Klasse zustande kommt. Die Absage des 13. Schülers kam nun überraschend. Der Verlust dieser Jahrgangsstufe würde sich nicht nur auf das kommende Schuljahr auswirken. «Die Schüler hätten unsere Schule schließlich im Regelfall bis zur neunten Jahrgangsstufe besucht», so Weber. Falls sich nicht doch noch ein zusätzlicher Schüler findet, werde man folglich in den kommenden vier Jahren mit einer Klasse weniger auskommen müssen.

Insgesamt besuchen 289 Schüler die Schule. Ein ähnliches Problem gebe es in anderen Jahrgangsstufen nicht. Einen Hauptgrund für den Rückgang kann Weber nicht ausmachen. «Wir haben jedenfalls fast alle unsere Schüler nach dem Abschluss in eine Lehre oder auf eine weiterführende Schule gebracht.»

Ein Wechsel der sechsten Jahrgangsstufe nach Ottobeuren ist nach Angaben des Rathauschefs auch mit hohen Kosten für die Gemeinde verbunden. Man sei nicht nur für die Schulwegkosten in das rund zehn Kilometer entfernte Ottobeuren zuständig. «Zusätzlich müssen wir auch noch die Gastschulbeiträge bezahlen», erklärt Weber. Auf vier Jahre gerechnet kämen allein dafür rund 50000 Euro auf die Gemeinde zu. «Wir können nur hoffen, dass sich bis zum Schulbeginn noch eine Änderung ergibt, sonst bedeutet das für unsere Schüler einen zusätzlich langen Schulweg», so das Gemeindeoberhaupt. Bis zum letzten Schulferientag (Montag, 14. September) sei eine Anmeldung noch möglich. Um dem ein oder anderen Elternpaar mit einem Kind der 6. Jahrgangsstufe die Entscheidung zu erleichtern, womöglich nach Markt Rettenbach zu ziehen, würde die Gemeinde auch einen finanziellen Anreiz bieten.

«Wir sind auf jeden Fall gesprächsbereit und würden uns etwa an den Umzugskosten beteiligen», erklärt Weber und betont, dass die Hauptschule seit dem vergangenen Schuljahr auch eine Ganztagesbetreuung anbietet.

Vorteil liegt auf der Hand

Ein weiterer Vorteil für den möglichen neuen Schüler liegt laut Weber auf der Hand. «In der Klasse werden dann gerade einmal 13 Schüler unterrichtet. Das ist doch ideal.» Andernorts sei dagegen immer wieder von zu großen Klassen die Rede.

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