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Gemeinde Ruderatshofen erteilt vorgesehenen Neubauten eine Absage

Empört haben die Mitglieder des Ruderatshofener Gemeinderats auf Planungen des Landkreises reagiert, Kirnach- und Mühlbachbrücke auf einer neuen Trasse neu zu bauen. Derzeit sind die beiden sanierungsbedürftigen Brücken an der Kreisstraße in Ruderatshofen auf 3,5 Tonnen begrenzt, denn es drohen Schäden und Unfälle. Nicht drüber dürfen Landwirte mit schweren Fahrzeugen sowie Lkw. Eine Lösung muss also her. Doch die Vorhaben des Kreisausschusses, die Bürgermeister Johann Stich in der jüngsten Gemeinderatssitzung vorstellte, stießen im Ruderatshofener Gremium auf geschlossene Ablehnung.

Über der Diskussion um die Brücken schwebt die Frage der Ruderatshofener Umgehung. << Wenn die Brücken gebaut werden, wäre die Umgehung tot >>, meinte Gemeinderat Roland Schneider. Der Schwerlastverkehr würde dann durch den Ort rollen. Das lehnten alle Räte ab.

Sie stellten einen Antrag an den zuständigen Kreisausschuss, der die Planungen zum Neubau der Brücken sofort stoppen solle. Außerdem solle der Landkreis ein Planfeststellungsverfahren für die Umgehung einleiten. Dass der Landkreis das bereits abgelehnt hatte, war dem Gemeinderat bewusst. Doch die Mehrheit der Räte folgte Hubert Schmölz Argument: << Es ist noch keine Umgehung ohne Planfeststellungsverfahren gebaut worden. >> Einen Bebauungsplan für 400000 Euro könne die Gemeinde nicht finanzieren. Der Gemeinderat forderte weiter vom Landkreis, die Grundstücksverhandlungen zur Umgehung wieder aufzunehmen und zu intensivieren.

Der kollektive Ärger entzündete sich daran, dass der Kreisausschuss nach Stichs Worten den Neubau der kaputten Brücken favorisiert - und das ohne Gewichtsbegrenzung, weil es nur dann Zuschüsse von der Regierung Schwaben gebe. Die Alternative, provisorische Brücken aufzustellen, verfolge der Landkreis momentan nicht weiter, informierte Stich. Die Räte befürchten, dass mit einer sanierten Kreisstraße durch den Ort und einmal gezahlten Zuschüssen kein Spielraum mehr für eine Umgehung da wäre und der Schwerlastverkehr zunähme.

Für Unverständnis sorgte auch, dass die Brücken bei der neuen Trassenführung um bis zu 1,40 Meter angehoben und das Straßenniveau angepasst werden müssten. Das fordert das Wasserwirtschaftsamt wegen Hochwassergefahr im dortigen Bereich. << Dann haben wir ein Schanzenviertel >>, konstatierte Ratsmitglied Franz Popp. Und Stich erklärte dazu: << Wir haben hier kein massives Hochwasserproblem. >>

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