Westendorf
Gelungener Saisonabschluss im Hexenkessel

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Einen nicht für möglich gehaltenen Heimsieg fuhren die Westendorfer Ringer bei ihrem letzten Auftritt vor heimischer Kulisse in diesem Jahr ein. Vor dem Kampf gegen den Tabellenzweiten der Zweiten Ringer-Bundesliga standen die Zeichen äußerst schlecht für den TSV: So trat Siegringer Bernd Nothelfer aufgrund einer Augenverletzung nicht an, genauso wie der Einsatz von Max Goßner nach seiner Schulterverletzung im Heimkampf gegen Adelhausen lange fraglich war. Doch die junge Mannschaft um Cheftrainer Bernhard Hofmann rang einfach perfekt und feierte somit einen 18:16-Sieg.

Tizian Reggel hatte es wie immer äußerst schwer in der untersten Gewichtsklasse. In den ersten beiden Runden schlug sich der 15-Jährige wacker, musste jedoch in der dritten Runde eine Schulterniederlage einstecken. Besser machte es dann der wieder aus Griechenland zurückgekehrte Micheil Tsikovani. Er ließ er seinem Gegner nicht den Hauch einer Chance und siegte klar technisch überlegen. Zu einem Spitzenduell kam es danach zwischen Steve Masuch gegen den amtierenden deutschen Männermeister Rando Sauter. Der Kampf war geprägt von schnellen, schönen Techniken, in dem der TSV-Athlet mit 1:3 knapp den Kürzeren zog. Christian Halbig sprang für den verletzten Bernd Nothelfer ein. Gegen den routinierten Jens Barth hatte Halbig aber wenig Chancen (0:4).

Max Goßner zeigte, dass er trotz Verletzung derzeit in Bestform ist. Er machte die 0:1-Niederlage gegen den Moldawier Andreij Puscas wett und siegte durch einen phänomenalen 3:0-Rundensieg. «Unglaublich, was Max in den letzten Wochen leistet! Der Sieg heute war der Knackpunkt in der Begegnung», so Cheftrainer Hofmann. Zur Halbzeit stand es somit 9:11 für Benningen.

Frederik Wunderlich hatte gegen den amtierenden polnischen Meister Maciej Balawender kein richtiges Konzept und musste sich technisch überlegen geschlagen geben. In der Klasse bis 66kg Freistil waren die Württemberger unbesetzt und Shenol Ali Ahmed konnte die Punkte kampflos einheimsen. Eine Spitzenleistung zeigte Martin Heiß gegen Daniel Vollmer.

Über drei Runden fiel keine einzige technische Wertung, da Heiß aber jeweils der passivere Ringer war verlor er mit 0:1, was sich aber später als Meilenstein für den Gesamtsieg herausstellen sollte. Nun lag es an dem ungeschlagenen Philipp Heiß und Christian Stühle den Sieg noch in die eigenen Reihen zu bringen. «Pippo» siegte in gewohnter Manier gegen den deutschen Juniorenvizemeister Fabian Fritz. In der dritten Runde brachte er sogar einen wunderschönen Überwurf mit hoher Amplitude zustande, der vom Schiedsrichter mit der Höchstpunktzahl fünf bewertet wurde.

Also stand es vor dem letzten Kampf des Abends 15:16 für Benningen und Stühle musste den immensen Druck standhalten, mindestens einen 3:1-Sieg einzufahren. Der Steinmetz zeigte keinerlei Nerven, holte sich die erste Runde knapp mit 1:0. In Runde zwei hatte er dann seinen Kontrahenten eigentlich schon auf beide Schultern gelegt, es fehlten nur noch Bruchteile einer Sekunde. Doch auch in Runde drei dominierte der 20-Jährige und holte sich den absoluten 3:0-Sieg was den Westendorfer Hexenkessel zum Überkochen brachte. Nach dem Kampf feierten Ringer und Fans bis in die frühen Morgenstunden die mehr als gelungene Saison mit der beliebten Abschlussparty. Nächstes Wochenende ist die Staffel zu Gast beim schon feststehenden Erstligaaufsteiger TSV Musberg.

Autor:

Allgäuer Zeitung aus Kempten

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