Geld und bessere Chancen auf eine Lehrstelle

Allgäu | bil | Kein Geld? Da hilft Schülern nur eins: Ein Ferienjob. Er sorgt dafür, dass Jugendliche wieder flüssig werden, wenn das Taschengeld längst aufgebraucht ist und sich das eine oder andere Extra leisten können. Doch Ferienjobs bewirken weitaus mehr. Sie können nach Angaben der Agenturen für Arbeit in Kempten und Memmingen helfen, nach dem Schulabschluss eine Lehrstelle zu bekommen.

Eines vorweg: Wer in den Weihnachtsferien jobben will, für den ist es laut Berufsberater Ludwig Reinhardt von der Arbeitsagentur Kempten höchste Zeit, sich nach einer Stelle umzusehen. 'Idealerweise sollte man sich sogar acht bis zehn Wochen vor den Ferien um einen Job kümmern', sagt Reinhardt. Denn die Aushilfsstellen seien in der Regel nicht einfach zu finden. Reinhold Huber, Pressesprecher der Arbeitsagentur Memmingen, rät: Schülern sollten sich bei Verwandten und Bekannten umhören, ob deren Arbeitgeber Ferienjobs vergeben. Sinnvoll sei auch, selbst die Firmen in der Umgebung abzutelefonieren.

Je nach Tätigkeit und Firma könne ein Schüler bei einem Ferienjob meist zwischen fünf und zehn Euro pro Stunde verdienen, so Huber. Das bessert das Taschengeld auf. Es verbessert aber auch die Aussicht auf eine Lehrstelle. 'So jemand weiß, wie der Arbeitsalltag abläuft und was es heißt, körperlich oder konzentriert im Büro zu arbeiten', betont Huber. 'Ferienjobs sind immer ein Plus', sagt auch der Kemptener Berufsberater Ludwig Reinhardt. Sie brächten nicht nur bei der Bewerbung in vielen Fällen Pluspunkte. Oft verändere sich bei Jugendlichen auch die Einstellung zur Schule.

Die Firma Bosch beschäftigt im Oberallgäu laut Personalleiter Joachim Nickut pro Jahr rund 200 Aushilfskräfte in den Ferien. Wobei viel mehr Anfagen eingehen, als Bosch Jobs zu bieten hat, so Nickut. Bei der Auswahl der Lehrstellen ist Ferienarbeit für den Personalchef zwar kein Hauptkriterium. 'Wenn zwei Bewerbungen ansonsten gleicht sind, helfen die Ferienjobs aber, damit ich nochmal einen Blick darauf werfe', sagt Nickut.

Art, Dauer und Tätigkeit von Ferienjobs werden beispielsweise im Stärkenprofil dokumentiert, das Lehrer im Rahmen der Allgäuer Berufsoffensive jedem Schüler einer Abschlussklasse ausstellen können.

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