Steingaden
Geld im Säckel - Steingaden investiert

Rund eine Million Euro Rücklagen stehen für Investitionen in Steingaden bereit. Das gab Bürgermeister Xaver Wörle bei der Feststellung der Jahresrechnung des «finanziell sehr guten Jahres 2008» im Gemeinderat bekannt. Dank Fördermitteln habe die Gemeinde ihre Schulden erheblich zurückgefahren. Die Räte gaben Mittel für eine Reihe von Maßnahmen frei:

l Die Prämonstratenser- und ein Teil der Kissingerstraße werden umgestaltet. Dabei werden Wasserleitungen gelegt und Randstreifen angebracht. Die Arbeiten, die Ende April beginnen und rund drei Monate dauern, kosten rund 243000 Euro. Davon fließt die Hälfte als Förderung, hofft die Gemeinde. Dazu kommen Arbeiten an der Straßenbeleuchtung für 13500 Euro. Laternen werden umgesetzt, sechs Energiesparleuchten angeschafft.

l Im Kindergarten wird eine Boulderwand nur für die Kleinen aufgestellt. Die Kletterwand finanziert der Kindergarten-Förderverein, die dicke Matte darunter für rund 1000 Euro die Gemeinde, die auch für die TÜV-Abnahme aufkommt.

l Im Rahmen der Dorferneuerung wird das Urspringer Bachtal umgestaltet. Dabei wird auch eine Brücke über den Bach von Grund auf instand gesetzt. «So ein naturbelassenes Bachtal gibt es nur noch in ganz wenigen Gemeinden», unterstrich der Bürgermeister. Eine Vereinbarung über die Maßnahmen gebe es mit der Teilnehmergemeinschaft (TG) der Dorferneuerung. Danach trage die Gemeinde die Hälfte der Kosten von 175500 Euro. «Der Ausführungsplan wird am 28. April vor Ort vorgestellt», lud Wörle alle Gemeinderäte zur Teilnahme ein.

l Im Weiler Lauterbach entsteht ein Dorfgemeinschaftsraum. Der Anbau ans Feuerwehrhaus kostet - ohne Eigenleistung - rund 107000 Euro.

Bürgermeister Wörle rechnet mit einer Belastung für die Gemeindekasse von «30000 bis 35000 Euro, wegen der erwarteten großen Eigenleistung und der möglichen Förderungen.» Der Lenkungsausschuss des Gemeinde-Verbunds Auerbergland-Pfaffenwinkel habe eine Förderung durch das Leader-Programm befürwortet.

l Die Feuerwehr erhält ein Hilfeleistungs-Löschfahrzeug. Drei Lose mussten europaweit ausgeschrieben werden, hatten jedoch nur drei Angebote zur Folge, informierte der Bürgermeister. Das Fahrgestell kostet 67400 Euro, der Aufbau 181550 Euro und die Beladung 55700 Euro. Das Fahrzeug werde 2010 ausgeliefert und kostet die Gemeinde 15000 Euro weniger als geschätzt.

Autor:

Allgäuer Zeitung aus Kempten

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