Sicherheit
Gefahr an Badeseen: Diese Regeln sollten Sie an offenen Gewässern beachten

Beim Baden in offenen Gewässern sollten ein paar Regeln beachtet werden, um sich selbst nicht in Gefahr zu bringen.
  • Beim Baden in offenen Gewässern sollten ein paar Regeln beachtet werden, um sich selbst nicht in Gefahr zu bringen.
  • Foto: Ralf Lienert
  • hochgeladen von Camilla Schulz

Am Sonntag sind in Bayern drei Männer beim Baden gestorben. Auch im Allgäu kam es im letzten Jahr zu mehreren tödlichen Badeunfällen. Häufig sind innere medizinische Beschwerden ursächlich für plötzliches Ertrinken. Aber auch die Missachtung bestimmter Regeln und unbedachtes Handeln an offenen Gewässern bringt immer wieder Menschen in Gefahr. 

Worauf Sie beim Baden an Seen, Flüssen und Weihern achten sollten:

1. Auf den Wasserstand achten
Wer in offenen Gewässern baden möchte, sollte immer auf den Wasserstand achten. Wenn das Wasser braun und trüb ist, ist das ein Zeichen für einen zu hohen Pegel. Bei erhöhtem Wasserstand hat das Wasser besonders viel Kraft und man kann leicht abgetrieben werden. Das gilt vor allem bei Flüssen. Deshalb lieber ein paar Tage warten, bis sich der Pegel normalisiert hat. 

2. Nicht ohne Abkühlung ins Wasser
Zuerst von der Sonne aufheizen lassen und dann ins kühle Nass. Diese Vorgehensweise ist bei den meisten Menschen Gang und Gebe. Der plötzliche Temperaturwechsel kann aber einen Kreislaufkollaps auslösen. Der Kreislauf wird deutlich überlastet und im schlimmsten Fall erleidet der Betroffene einen Herz-Kreislauf-Stillstand. Springen Sie deshalb nicht einfach in den Badesee, sondern kühlen Sie Ihren Körper langsam herunter.

3. Längere Strecken nicht alleine schwimmen
Wenn Sie alleine weit in den See hinaus schwimmen und im Notfall niemand in der Nähe ist, kann das schnell zur Gefahr werden. Viele Schwimmer überschätzen sich und schwimmen zu weit hinaus. Es kann immer sein, dass Sie einen Krampf bekommen oder dass durch eine starke Strömung die Kräfte nachlassen. Daher ist es wichtig, immer eine Begleitung dabei zu haben, die im Notfall Hilfe holen kann.

4. Nicht mit vollem Magen schwimmen
"Geh nicht mit vollem Magen ins Wasser!" Wie oft hat man als Kind diesen Satz gehört und sich gefragt, was schon passieren soll? Nach dem Essen ist der Körper mit der Verdauung beschäftigt. Es fließt mehr Blut in den Magen-Darm-Trakt und weniger in die Muskulatur. Dadurch kann dem Körper die Kraft zum Schwimmen fehlen. Gerade für Menschen mit Herz- und Kreislaufproblemen kann das zur Gefahr werden. Die Doppelbelastung führt unter Umständen zu Kreislaufversagen.

5. Auf Hindernisse im Wasser achten
Gerade Kinder und Jugendliche springen gerne mit einem Köpfer in das Wasser. Viele schauen dabei vorher nicht, wie tief das Wasser an der Stelle ist und ob sich eventuell Hindernisse im Gewässer befinden. Der Aufprall mit dem Kopf auf den steinigen Boden oder eine Wurzel kann gefährlich sein und zu schweren Kopfverletzungen führen.

6. Vor dem Baden keinen Alkohol trinken
Ein kühles Bier oder ein erfrischender Cocktail am See hat schon was. Allerdings sollte der Genuss dieser Getränke nicht mit dem Schwimmen in offenen Gewässern kombiniert werden. Alkohol macht übermütig und führt zu unbedachten Handlungen. Wer betrunken schwimmen geht, riskiert außerdem im kühlen Wasser einen Kälteschock. Weil Alkohol bei Hitze im Körper schneller und intensiver wirkt, kann es darüber hinaus schnell zu Kreislaufproblemen bis hin zu einem Kollaps oder zur Bewusstlosigkeit kommen.

Autor:

Camilla Schulz aus Memmingen

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