Wohnungen
GBW-Wohnungen Kempten: Zurückhaltung bei Sozialbau und BSG

Um die Zukunft der Wohnungen der GBW Kempten, eine Tochtergesellschaft der Bayerischen Landesbank, geht es in der heutigen Sitzung des Stadtrats. Ob kommunale bzw. genossenschaftliche Wohnungsunternehmen wie Sozialbau oder die Bau- und Siedlungsgenossenschaft BSG einsteigen und Wohnungen der rund 500 GBW-Mieter in Kempten kaufen, hängt nach Auskunft ihrer Chefs von vielen noch ungeklärten Faktoren ab.

Seit dem Milliarden-Debakel der BayernLB drängt die CSU darauf, dass die Kommunen die GBW-Wohnungen kaufen, damit die 'Sozialcharta' erhalten bleibe, die den Mietern einen gewissen Schutz gewähre. Dies schlug Bayerns Finanzminister Markus Söder (CSU) vor.

Münchens Oberbürgermeister Christian Ude (SPD) hält dem entgegen, der Freistaat Bayern solle die Gesellschaft kaufen. Es sei 'Sache des Freistaats, die Auswirkungen des Landesbank-Desasters aufzufangen und von den Mietern fernzuhalten.' Hintergrund des Streits ist, dass der Freistaat 2008 die Landesbank mit zehn Milliarden Euro vor der Pleite gerettet hatte.

Dies ist der EU zu viel, sie hält den Verkauf der Tochtergesellschaften GBW und der bayerischen Landesbausparkasse für möglich, damit bis zu 2,5 Milliarden Euro wieder zurück in die Staatskasse fließen könnten.

Für die Sozialbau hat deren Chef Herbert Singer mit der Stadt über das Thema gesprochen und steht 'je nach Entwicklung einer Lösung kooperativ gegenüber.' Um die soziale Verantwortung und nachhaltige Bewirtschaftung auch künftig gewährleisten zu können, sollten die GBW-Wohnungen seiner Ansicht nach in einer Hand bleiben.

Bisher allerdings sei noch nicht einmal geklärt, wie das Verfahren laufen soll. Egal, ob man Söder oder Ude näher stehe, so müsse der Verkauf von Wohnungen auf jeden Fall seriös und sensibel gehandhabt werden. Sowohl BSG als auch Sozialbau wirtschafteten nachhaltig mit zeitgerechten Investitionen.

Zum 'schwierigen Thema' nicht äußern wollte sich vor der Stadtratsitzung BSG-Vorstand Mario Dalla Torre.

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