Gartentipps
Gartentipps: «Nicht zu früh anfangen»

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Zwar sind sie noch in dicke Jacken eingepackt, aber ihre Hände stecken schon wieder tief in der Arbeit - und zwar in der Gartenarbeit. Die Kleingärtner der Kemptener Anlage «Breite» vom Verband bayerischer Kleingärtner des Stadtverbandes Kempten werkeln schon wieder rund um ihre Beete. Wobei sich Obmann Martin Baumeister (76) und sein Stellvertreter Andreas Ritter (48) aus Kempten noch ein wenig in Geduld üben müssen, bevor sie Blumen und Salat nach draußen setzen können.

Sie haben die Vermutung, dass der Winter noch nicht ganz vorüber ist. «Da kommt schon noch einmal Schnee. Lieber nicht so früh anfangen und dabei riskieren, dass alles kaputt geht oder erfriert», sagt Ritter. Der Kraftfahrer, der jede freie Minute in seinem kleinen Reich verbringt, schwört derzeit noch auf sein Gewächshaus. «Meine Salat-Setzlinge sind noch im Warmen. Es wäre jetzt noch zu früh, sie nach draußen zu setzen», weiß der 48-Jährige. Er beschränkt sich jetzt - auch wenn ihn die Gartenarbeit bitzelt - noch auf Aufräum-Arbeiten rund um seine Hütte und die Parzelle. «Wichtig ist, meine Beete jetzt pflanzfertig für das Frühjahr zu machen.»

Die Vorbereitungen für die Garten-Saison laufen auch bei Martin Baumeister auf Hochtouren. «Jetzt ist die richtige Zeit um die Erde in meinen Hochbeeten zu tauschen», gibt der Garten-Experte einen Geheimtipp preis. Zusätzlich zur normalen Erde mischt er Kompost in sein Hochbeet. «Das lässt die Pflanzen besser wachsen. Sonst kann man im Moment noch nicht viel im Garten tun.» Erst Ende des Monats ist es für Baumeister Zeit, Pflanzen im Freien zu setzen.

60000 Frühblüher gepflanzt

Für die Mitarbeiter der Stadtgärtnerei gilt diese Zeitrechnung nicht. Zehn Gärtner um Vorarbeiter Norbert Klein (40) sind derzeit damit beschäftigt, die Beete, Rasen- und Grünflächen auf Hochglanz zu bringen. «60000 Frühjahrsblüher werden heuer in den Parkanlagen gepflanzt. Außerdem befreien wir den Rasen vom alten Laub, sodass das Grün wieder sprießen kann und nicht verfault», sagt Klein.

Besonders beliebte Sorten sind Stiefmütterchen, Primeln, Mini-Osterglocken und Belis (Zuchtform eines Gänseblümchens). Das sind auch die Frühlingsblüher, die in Gärtnereien zurzeit hoch im Kurs stehen. «Die Leute wollen wieder Farbe in ihrem Leben haben, deshalb kaufen viele Blumen und stellen sie sich vor die Haustüre», weiß Katrin Lohmann (37) von der Gärtnerei Bunk in Kempten. Auch auf Friedhöfen ist wieder Pflanzzeit. «Primeln oder Stiefmütterchen gehen auch nicht bei niedrigen Temperaturen kaputt. Viele Leute glauben aber, dass nochmal Schnee kommt», sagt Waltraud Sepp (48) von der Gärtnerei Städele.

Frühblüher halten auch Minustemperaturen aus. Trotz der sonnigen und frühlingshaften Tage gibt es nachts noch oft Frost. «Man kann aber trotzdem schon Bäume und Stauden zurückschneiden», sagt Vorarbeiter Klein. «Auch wenn noch einmal Schnee kommt, halten die Pflanzen das aus. Nur Rosen sollte man jetzt noch nicht schneiden. Da würde ich die Eisheiligen abwarten», sagt Klein.

Allgäuer Gartentage Anregungen für die Gestaltung einer Wohlfühl-Zone im Grünen liefern am heutigen Samstag und am Sonntag, 13. März, von 10 bis 18 Uhr die Allgäuer Gartentage in der Big Box in Kempten.

 

 

 

 

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