Neugablonz
«Ganz neue Wegbeziehungen»

Lange haben die Neugablonzer warten müssen, nun ist es so weit: Gestern war Baubeginn an der Passage, die künftig den Neuen Markt mit dem Rewe-Einkaufsmarkt verbinden soll. Vorgesehen ist ein rund fünf Meter breiter Durchgang in der nördlichen Häuserzeile des Neuen Marktes. «Allen Unkenrufen zum Trotz geht es weiter in Neugablonz», freute sich Oberbürgermeister Stefan Bosse in Anspielung auf die jüngsten Verzögerungen bei der Umgestaltung des Neuen Marktes. Die Passage stelle ein wichtiges Bindeglied im Konzept für die Aufwertung des Stadtteilzentrums dar. Mit ihr entstünden nun «ganz neue Wegebeziehungen».

Architekt Klaus Kehrbaum rechnet mit einer Bauzeit von vier Wochen. «Die Eröffnung wird noch vor Weihnachten sein», sagte er. Der Durchgang soll mittels einer Überdachung bis zum Einkaufsmarkt weitergeführt werden. Dadurch ist das Projekt teurer als vermutet. Der weitgehend über Städtebauförderungsmittel finanzierte Bau kostet die Stadt rund 300000 Euro.

Laut Kehrbaum wird die Passage behindertenfreundlich gebaut, das heißt, auf der Nordseite durch Aufschüttungen weitgehend ebenerdig fortgesetzt. Über die Gestaltung müsse noch geredet werden. Vorgesehen sei jedoch ein Licht- und Farbkonzept, das den Durchgang Tag und Nacht zu einem hellen, freundlichen Platz macht.

Auch auf der Seite des Neuen Marktes soll es später ein Vordach geben, dessen Erscheinung aber noch mit den Ideen für die Umgestaltung des Neuen Marktes in Einklang gebracht werden muss. Vorstellbar seien in dem Durchgang Werbeschaufenster oder Schaukästen. Die Vision einer weiteren Passage durch eine bereits bestehende Hofeinfahrt zur Gewerbestraße verfolgt der Geschäftsführer des Gablonzer Siedlungswerks (GSW), Gerhard Stolzenberger. Dafür gebe es aber noch keine konkreten Pläne. Vorstellbar sei aber auch dort eine Überdachungslösung.

Beim gestrigen Baubeginn wurde kurz auch die Namensgebung für den Durchgang angesprochen. Der stellvertretende GSW-Aufsichtsratsvorsitzende Reiner Queisser schlug in Erinnerung an den ehemaligen Bürgermeister von Altgablonz und Kaufbeuren «Oswald-Wondrak-Passage» vor, was öffentlich jedoch nicht kommentiert wurde. «Über einen Namen wird der Stadtrat entscheiden müssen», so Oberbürgermeister Stefan Bosse. Bei der Verwirklichung der Passage arbeiten Kommune und GSW Hand in Hand. Die Wohnungsbaugenossenschaft hatte den benötigten Grund der Stadt über einen Nutzungsvertrag abgetreten, bleibt also Eigentümer des Geländes und ist damit auch Bauherr.

Am Donnerstag wird nach neun Monaten Bauzeit zudem der Rewe-Markt samt Bäckerei und einem Friseursalon eröffnet. Auf dem Gelände des ehemaligen Hotels Europa wird es damit künftig eine Verkaufsfläche von rund 2200 Quadratmetern geben. Die Kosten für den Bau belaufen sich nach Angaben des Projektentwicklers Konzeptbau auf rund vier Millionen Euro.

Autor:

Allgäuer Zeitung aus Kempten

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