Nesselwang / Ostallgäu
Ganz im Zeichen der Heiligen Schrift

Ganz im Zeichen des Wortes Gottes stand der Kapiteljahrtag des Dekanats Füssen in Nesselwang. Bereits am Nachmittag hatten sich die hauptamtlichen Mitarbeiter eingefunden, um sich mit «Kleinen Christlichen Gemeinschaften» auseinanderzusetzen. Nachbarschaftlich zusammengesetzte Gruppen von Menschen treffen sich regelmäßig für eine Stunde, um die Heilige Schrift zu lesen, zu betrachten und daraus Kraft und Impulse für ein Leben aus dem Glauben an Christus zu gewinnen.

Als Referenten stellten dazu Pfarrer Max Stetter aus Augsburg und Gemeindereferent Bernd Keller aus Bad Kissingen ihr Wissen zur Verfügung. Stetter, der als Priester 24 Jahre in Ostafrika wirkte, berichtete von seinen Erfahrungen. Bernd Keller hatte einschlägige Erfahrung aus Indien mitgebracht. Nach dem theoretischen Kennenlernen und praktischen Tun in Form eines «BibelTeilens» ging es nach der Pause in den gemeinsamen Gottesdienst.

Dazu waren aus allen Pfarreien des Dekanats ehrenamtliche Mitarbeiter nach Nesselwang gekommen. Alle Pfarrer des Dekanats, viele Ruhestandsgeistliche, Priester und Diakon Alfred Hofmann zogen feierlich in die Pfarrkirche St. Andreas ein. Dekan Frank Deuring zelebrierte die Messe für die verstorbenen Priester des Dekanats.

In seiner Einführung baute Deuring eine Brücke zwischen der Familie, in der der Glaube zuerst weitergegeben wird, über die Verkündigung der Priester in der Pfarrgemeinde bis zum Dekanat. Musikalisch gestaltet wurde die Messe von Heinz-Josef Fröschen aus Pfronten als Organist und Kantor und der Sopranistin Gertrud Hiemer-Haslach mit solistischen Stücken aus dem Oratorium «Messias» von Georg Friedrich Händel und einem Ave Maria von Camille Saint-Saens.

In der Predigt ging Geistlicher Rat Edmund Gleich ebenfalls auf die Heilige Schrift ein, die «immer verehrt wurde, wie der Herrenleib selbst», zitierte er aus einem Konzilstext.

Er stellte die wichtige Bedeutung des Wortes Gottes für die Priester und die Gläubigen deutlich heraus und regte an, in den Familien eine Bibel zum Beispiel in den Herrgottswinkel zu stellen. «Dort könnte auch hin und wieder eine Kerze brennen als Zeichen, dass uns daher Licht kommt.»

Autor:

Allgäuer Zeitung aus Kempten

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