Heimenkirch
Fußgängerbrücke für 420000 Euro

Ursprünglich waren es eine Handvoll Varianten, dann nur noch zwei - und nun hat sich der Gemeinderat Heimenkirch entschieden, wie die vorgesehene Fußgängerbrücke über die Gleise am neuen Bahnhalt in Heimenkirch aussehen soll. Bei einer Gegenstimme votierten sie für das optisch schlankeste Modell, das auf eine massive Betonwand weitestgehend verzichtet und ein niedriges, aber dennoch sicheres Geländer beinhaltet. Mit geschätzt 420000 Euro ist es auch die billigste Variante, wobei fast ein Drittel allein für Nebenkosten anfallen. Im Dezember 2010 sollen in Heimenkirch wieder Züge halten. Somit wäre eine Lücke auf der Bahnlinie zwischen Röthenbach und Hergatz geschlossen.

Bürgermeister Markus Reichart erinnerte zu Beginn der Sitzung daran, dass die Fußgängerbrücke, die im Bereich des diesen Sommer weitgehend abgerissenen alten Bahnhofsgebäudes stehen soll, zu 100 Prozent ein Projekt des Marktes Heimenkirch sei. Laut Bahn brauche es die Brücke nicht, da es nur wenige hundert Meter entfernt die bereits bestehende Unterführung beim Reisebüro Holdenried gebe, durch die die Bahnreisenden künftig von einer Seite der Gleise auf die andere wechseln könnten. Doch Reichart sieht die Gemeinde hier in der Pflicht: «Wir wollen - wenn er kommt - einen schönen Bahnhalt anbieten.» Deshalb solle die Brücke auch so schnell wie möglich kommen. «Wenn wir das erst in fünf Jahren machen, dann wird der Bahnhalt nicht so gut angenommen», ist sich Reichart sicher.

Die recht hohen Nebenkosten entstehen vor allem durch die Beteiligung der Bahn, die beispielsweise spezielle Streckenposten während der Bauarbeiten schicken wird und auch durch Gebühren ordentlich zur Kasse bittet. Diese Summe ließ einige der Räte ganz schön schlucken. «Die stehen nicht im richtigen Verhältnis», meinte beispielsweise Paul Müller. Georg Lindl drückte es noch drastischer aus: «Dadurch sieht die ganze Summe viel hässlicher aus.»

Die vom Gemeinderat in der Sitzung am Montagabend gewählte Variante ist noch nicht ganz die endgültige. Die Planer, darunter der Heimenkircher Architekt Markus Herrmann, sollen das Erscheinungsbild der 20 Meter langen, gut fünf Meter hohen und aus Stahl gefertigten Brücke weiter ausarbeiten. Begleitet werden soll die Ausgestaltung vom Bauausschuss, der vom Gemeinderat die entsprechenden Entscheidungsbefugnisse übertragen bekommt.

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