Fortschritte
Fürstensaal in Kemptener Residenz soll bis Sommer fertig saniert sein

Bis zum Sommer bleiben die Türen zum Fürstensaal in der Residenz verschlossen. Wie die stellvertretende Leiterin des Staatlichen Bauamts Cornelia Bodenstab erklärt, wird die Sanierung des Prunkraums wohl bis zur Festwoche abgeschlossen sein.

Länger als erhofft dauert aber die Sanierung der Residenz insgesamt. Weil die Finanzierung für den Westflügel über zwei Haushaltsjahre verteilt werden muss, wird sich die Beendigung des Gesamtprojekts voraussichtlich bis 2015 hinziehen. Während der Sanierung kann der Fürstensaal nicht genutzt werden.

Denn bei den Arbeiten am Dachstuhl könnten zum einen abgedeckte Ziegel herabfallen. Zum anderen aber ist es laut Bodenstab denkbar, dass die Lastverschiebungen Verformungen im Gebälk bewirken und sich schwere Stuckteile lösen.

Wenn die Dachstuhl-Arbeiten abgeschlossen sind, werde das Gerüst weiter dazu benötigt, die Risse zu verkitten und die Decke zu reinigen. Für die Dach- und Fassadensanierung des Westflügels sind 925 000 Euro veranschlagt.

Die Gesamtsanierung der Residenz erfolgt seit 2007 in sieben Abschnitten und kostet mindestens 4,2 Millionen Euro.

Nach dem Dachstuhl des Westflügels kommen der östliche und westliche Südflügel, die Dachsanierung des Ostflügels und die Fassadensanierung im Norden an die Reihe. Werden die Arbeiten 2015 fertiggestellt, hätte das Residenzgebäude im Ganzen eine etwa neunjährige Generalüberholung hinter sich.

Begonnen hatte alles 2007 mit dem Einbau eines umfangreichen Brandschutzes. Stichworte: neue Leitungen und ein flächendeckendes Alarmsystem.

Zeitgleich wurden die sanitären Einrichtungen und die Ostfassade saniert. 2007 kam dann ein neuer gläserner Aufzug im Haupttreppenhaus für 2,2 Millionen Euro hinzu und die Südfassade wurde auf Vordermann gebracht. 2009 und 2010 ging es auf der Seite zum Hofgarten hin weiter. Fäulnis im Gebälk und asbestbelastetes Baumaterial mussten beseitigt werden.

Insgesamt 12 000 Quadratmeter Fläche gibt es im gesamten Gebäude, auf das Konto der weitläufigen Flure und Treppenhäuser gehen allein 4800 Quadratmeter.

Das Gebäude, dessen Prunkräume eine der größten Sehenswürdigkeiten der Stadt darstellen, beherbergt Amts- und Landgericht sowie Staatsanwaltschaft und die landgerichtsärztliche Dienststelle. 220 Büros und 13 Gerichtssäle sind in der Residenz untergebracht. Dazu kommt der für Besucher unzugängliche Dachboden, der mit rund 540 laufenden Metern der wohl größte der Stadt ist.

Während der Sanierung des Fürstensaals kann die bedeutende Sehenswürdigkeit Kemptens nicht besichtigt werden. Foto: Ralf Lienert

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