Für Soldaten ist er ein Stück Heimat …

Nesselwang (asp). Die Patenschaft zwischen dem Markt Nesselwang und der 4. Kompanie des in Füssen stationierten Gebirgslogistikbataillons 8 ist besiegelt. Bürgermeister Josef Köberle und Kompaniechef Oberleutnant Martin Hillebrand unterzeichneten am Donnerstagabend in der Alpspitzhalle die Urkunden. Wie Karl Schmid, der Vorsitzende des Ski-Klubs Nesselwang, betonten beide, dass die Patenschaft zu einer starken Partnerschaft heranwachsen und Nesselwang für die Soldaten ein Stück Heimat werden soll.

Der Füssener Stabsfeldwebel Harald Grandl setzt bei künftigen gemeinsamen Aktivitäten und gegenseitigen Hilfen auf das neue Trendsportzentrum in Nesselwang. 'Wir nutzen diese Anlage', sagte Grandl als Heeresbergführer und Wintersport-Beauftragter des Bataillons, 'weil wir hier den Soldaten verschiedene Sportarten bieten können.' Im gleichen Atemzug hob der 49-Jährige hervor: 'Sport soll Spaß machen.'

Karl Schmid hatte in den vergangenen Jahren schon mehrfach das Miteinander mit den 'Logistikern' und deren Hilfen geschätzt. 'Klar, wir brauchen auch finanzielle Unterstützung', meinte er gegenüber unserer Zeitung. 'Aber auch logistische Hilfe. Die kann für uns bare Münze sein.' Auf sie setzt er in der Partnerschaft mit den Soldaten. Sie sollen nicht nur das Trendsportzentrum nutzen und beleben. 'Wir werden in Zukunft hier größere Veranstaltungen durchführen, da brauchen wir auch personelle Unterstützung', lautet Schmids Signal in Richtung Bataillon. Der Ski-Klub hofft außerdem auf der Schiene Patenschaft bürokratische Hürden leichter nehmen zu können. Wenn’s beispielsweise um die heimatnahe Einberufung seiner aktiven Athleten geht.

Gegenseitige Hilfen

Der Festakt zur Begründung der Patenschaft fand nicht wie geplant im Freien, sondern wegen der kritischen Wetterlage aufgrund des Orkans 'Kyrill' in der Alpspitzhalle statt. Hier grüßte die Nesselwanger Harmoniemusik mit dem Nesselwanger Marsch. Vor den Augen einiger Bürger, Vertretern Nesselwanger Vereine, der Kommunalpolitik und des stellvertretenden Bataillons-Kommandeurs, Major Stephan Fey, tauschten Bürgermeister Köberle und Kompaniechef Hillebrand die Urkunden zur Patenschaft aus. Beide hoben die guten Kontakte zwischen der Marktgemeinde und dem Gebirgslogistikbataillon hervor. Dieses Fundament soll nun weiter gefestigt werden und zu einer dicken Partnerschaft führen. Dann lassen sich 'gegenseitige Einsätze, Hilfen und Vorteile noch besser und einfacher leisten', meinte Köberle. Er hält die Einbindung des Ski-Klubs für sehr wichtig, um die bestehenden Kontakte zu intensivieren. Der Marktgemeinde geht es aber auch darum, das Verständnis der Bevölkerung für die Aufgaben der Bundeswehr bewusst zu machen. 'Ich wünsche mir', sagte Köberle, 'dass diese Patenschaft eine Partnerschaft wird, aufgebaut auf gegenseitigem Vertrauen, Verstehen und Miteinander.'

In die gleiche Kerbe schlug Martin Hillebrand. Er erinnerte an die in Nesselwang durchgeführte Gebirgs- und Skiausbildung der Soldaten und an hier abgehaltene Bataillons-Skimeisterschaften. Dadurch ergaben sich die ersten Kontakte. Diese Beziehung gelte es nun, mit Leben und Energie zu füllen. Der Oberleutnant machte aber auch deutlich, dass Bundeswehrsoldaten die Heimat fehle. 'Wir kennen im Prinzip die Heimat, in der wir aufgewachsen sind und diejenige, in der wir militärisch stationiert sind.' Belastungen durch Auslandseinsätze führen dazu, dass der Ruf nach einer zivilen Heimat immer größer werde. Hillebrand freute sich für seine Soldaten, 'in der Marktgemeinde Nesselwang eine dritte Heimat gefunden zu haben'.

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