Umwelt
Für neues Trainingsgelände der Faustballer vor allem kranke Bäume gefällt

Sport sei eine gute Sache. «Aber muss für einen zweiten Faustballplatz in Neugablonz gleich der weitere Umkreis gerodet werden», fragt ein AZ-Leser - zumal schon ein Platz vorhanden sei. «Und zu einem Sportgelände gehört auch ein umliegender Wald», meint der Leser weiter.

«2800 Quadratmeter hören sich natürlich besorgniserregend an», gibt Klaus Scholz, Leiter der städtischen Abteilung für Hochbau, zu. Denn so groß sei das Areal, auf dem Bäume für den Faustballplatz gerodet wurden - das sei bereits passiert. Diese 0,28 Hektar seien natürlich verloren, denn dort soll stattdessen der Trainingsplatz für rund 80000 Euro für die Faustballer des TV Neugablonz entstehen (wir berichteten). Der Verein hat nach eigenen Angaben Bedarf an dem zusätzlichen Platz, da er einer der führenden Klubs im Faustball in Bayern sei und ohne das neue Gelände dem Trainingsaufwand nicht gerecht werde. Neben diesen 2800 Quadratmetern werden noch weitere rund 700 Quadratmeter nördlich des vorgesehenen Platzes, ausgeholzt, so Scholz. Dort habe aber teilweise «kein richtiger Wald mehr gestanden».

Vielmehr habe es Freiflächen und einzelne Bäume gegeben - letztere seien zudem von Rotfäule befallen gewesen. Doch auf dem Areal werde es eine natürliche Wiederaufforstung geben, da zwischen den mittlerweile gefällten kranken Bäumen junge nachgewachsen sind, die stehen bleiben. Für diesen Bereich gebe es also einen Ausgleich für die gerodeten Bäume, obwohl der Wald als «nicht schützenswert» eingestuft sei, so Scholz. Das beauftragte Planungsbüro hatte zudem vorher eine artenschutzrechtliche Prüfung vorgenommen und die Rodung für unbedenklich eingestuft. Ähnlich sieht es die städtische Forstverwaltung, die die Waldverjüngung begrüßt. (fro)

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