Kleinwalsertal / Kitzbühel
«Für Immenstadt verzichte ich auf nächste WM-Station»

Dominik Berger (25) vom SV Casino Kleinwalsertal gehört zu den besten Triathleten in unserer Region. Am vergangenen Wochenende erlebte der junge Mann, der für Österreich antritt, nun eine besondere Premiere: In Kitzbühel startete er erstmals im Rahmen der neuen Weltserie mit insgesamt acht Stationen. Auf Platz 42. war er bester Österreicher. Sein Ziel sind die Olympischen Spiele 2012 in London.

Herr Berger, seit Samstag sind Sie nun auch den deutschen Fernsehzuschauern ein Begriff. Als Sie im Rennen zu sehen waren, sagte ZDF-Reporter Wolf-Dieter Poschmann, Sie seien mit Gerhard Berger weder verwandt noch verschwägert

Berger (lacht): Naja, das stimmt so eigentlich nicht. Mein Onkel heißt Gerhard Berger! Aber er war nie Rennfahrer, sondern Tischler.

Für die sportlichen Schlagzeilen sind Sie in ihrer Familie zuständig. In Kitzbühel durften sie mit einer Wildcard starten und waren dann immerhin bester Österreicher.

Berger: Damit bin ich zufrieden. Wenngleich man dazu sagen muss, dass zwei Teamkollegen von mir mit dem Rad gestürzt sind. Die Straßen waren sehr nass und rutschig. Mir war wichtig, heil durchzukommen und nicht zu überdrehen.

Die Szene staunt über den 21-jährigen Briten Alistair Brownlee, der in Kitzbühel zum dritten Mal ein Rennen der Weltserie gewonnen hat. Was zeichnet ihn aus?

Berger: Er ist ein extrem starker Läufer. Nach dem Schwimmen und Radfahren sucht er gleich auf den ersten Lauf-Metern die Entscheidung. Das ist schon beeindruckend. Ich bin gespannt, wie lange er diese Form halten kann.

Wo müssen Sie sich selbst verbessern?

Berger: Beim Laufen. Im Schwimmen und auch beim Radfahren bin ich gut dabei. Aber beim Laufen ist noch Luft nach oben. Daran arbeiten wir intensiv. Ich hoffe, dass ich in nicht allzu ferner Zukunft eine Zeit von 31 Minuten auf 10 Kilometer schaffe.

Das nächste Rennen der Weltserie findet am 25./26. Juli in Hamburg statt. Werden Sie es dort erneut versuchen?

Berger: Nein. Da habe ich schon für Immenstadt gemeldet. Das ist mein Heim-Rennen. Da muss ich dabei sein. Es ist zugleich das längste Rennen der Saison für mich: 2 Kilometer Schwimmen, 92 Radfahren, 20 Laufen.

Ihr Vater, Helmut Berger, hat schon viele Ironman bestritten. Reizt Sie das nicht?

Berger: Auf lange Sicht auf alle Fälle. Aber in den nächsten drei Jahren konzentriere ich mich voll auf die olympische Distanz. Ich hoffe, dass ich 2012 in London dabei sein kann. Danach sieht man weiter.

Wie stark sind die österreichischen Triathleten im Vergleich zu den Deutschen?

Berger: Die Deutschen sind schon eine Macht. Die haben ein sehr ausgeglichenes Team: Jan Frodeno, Daniel Unger oder Maik Petzold sind immer für einen Platz unter den besten Zehn gut. Wobei ich heuer Maik Petzold am stärksten einschätze. Solche Leute haben wir derzeit in Österreich nicht.

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