Sonthofen / Rettenberg
Für Frieden und Versöhnung

Beim zum 61. Mal von der Truppen- und Gebirgsjägerkameradschaft «Grünten» veranstalteten Grüntentag bestimmten auch die Vorkommnisse in Afghanistan die Forderungen nach Frieden und Versöhnung. Bei dichtem Nebel hatten sich rund 500 Besucher um das Jägerdenkmal zum Gedenken an alle Toten durch Krieg und Gewalt versammelt - darunter viele Soldaten in Uniform sowie Abordnungen von Soldatenverbänden aus Österreich, Italien und dem Allgäu.

Nach der von Monsignore Hermann Völck und Militärpfarrer Werner Vogl zelebrierten Bergmesse hielt Oberst Peter Utsch, Vizekommandeur der Gebirgsjägerbrigade in Bad Reichenhall, die Gedenkrede. Utsch, bis vor kurzem selbst Kommandeur des Wiederaufbauteams Feyzabad in Afghanistan, bedauerte den Tod von möglicherweise unschuldigen Afghanen bei einem Luftangriff. Doch kein deutscher Soldat nehme das Leben eines Afghanen leichtfertig in Kauf. Vorverurteilungen der Soldaten seien nicht angebracht. Die 70 Jahre seit Ausbruch des 2. Weltkrieges hätten leider gezeigt, dass man auch in Teilen Europas und in vielen Staaten der Welt nicht aus den schrecklichen Folgen gelernt habe.

Zeitgleich mit der Bergmesse feierte Stadtpfarrer Müller in St.Michael einen Gedenkgottesdienst. Dort erinnerte Vize-Bürgermeister Harald Voigt an den Beginn des Krieges vor 70 Jahren. Lehre daraus sei, dass man täglich für den Frieden kämpfen und dafür eintreten müsse.

Beim Kameradschaftsnachmittag im Haus Oberallgäu dankte Oberstleutnant Klaus Frauenhoff, Vorsitzender der Truppen- und Gebirgsjägerkameradschaft «Grünten» und Kommandeur des Gebirgslogistikbataillons in Füssen, Stadt und Bevölkerung für die wichtigen Hilfen, die seine Soldaten während des Auslandseinsatzes im Kosovo erfahren hatten. Auch für kommende Einsätze benötige man moralische Unterstützung. Bürgermeister Hubert Buhl versicherte, die Stadt werde sich stets für die Soldaten einsetzen. Bei der Gedenkfeier im Friedhof nannte Diakon Norbert Oeing den Grüntentag als Mahnung für das friedliche Miteinander unverzichtbar.

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