Für Feuerwehr Weitnau wird ein alter Wunsch erfüllt

Weitnau | sn | Sieben Jahre ist es her, dass die Feuerwehr Weitnau ein neues Hilfeleistungsfahrzeug beantragte. Jetzt ist es soweit: In der jüngsten Gemeinderatssitzung bewilligte das Gremium 260 000 Euro in den nächsten beiden Haushaltsjahren für den Kauf.

Wie berichtet, wurde die Anschaffung im Gemeinderat bereits mehrfach kontrovers diskutiert. Auch bei der jüngsten Sitzung fielen Gegenargumente: Das Gremium hatte sich 2003 ein Finanzkorsett für Feuerwehr-Investitionen in Höhe von 50 000 Euro pro Jahr angelegt. Bliebe man bei diesem Beschluss, wäre der Kauf eines neuen Hilfeleistungsfahrzeugs frühestens 2012 möglich, rechnete Kämmerer Karl-Heinz Klippel vor. 'Viel zu spät', waren sich die meisten Ratsmitglieder einig. Schließlich stammten zwei der Fahrzeuge der Weitnauer Wehr aus den 60er Jahren. Für eine Stützpunktwehr an der B 12 sei dieser Zustand nicht mehr länger tragbar. Außerdem befürchtete Bürgermeister Peter Freytag, dass der bereits bewilligte Zuschuss durch die Regierung von Schwaben in Höhe von 90 000 Euro verfallen würde.

Dagegen stellte Clemens Krinn die Ansicht, dass die augenblickliche Leistungsfähigkeit der Gemeinde derzeit kein solches Investitionsvolumen zuließe. Er schlug vor, nach Alternativen wie zum Beispiel einer Zusammenlegung der sieben Weitnauer Feuerwehren zu suchen.

'Bis zum Abwinken'

'Eine Zentralisierung würde sich wohl nur mit einem Millionenbetrag realisieren lassen', gab der Rathauschef zu bedenken. Dann wäre nämlich der Neubau eines gemeinsamen Feuerwehrhauses fällig. Für Ratsmitglied Walter Bühler wurde das Thema in der Vergangenheit bereits 'bis zum Abwinken' diskutiert. Das ändere nichts an der Tatsache, 'dass die Anschaffung eines neuen HLF dringend notwendig ist'. Auch Hans-Jürgen Seger betonte die Notwendigkeit einer Ersatzbeschaffung, plädierte jedoch dafür 'ein Finanzierungsmodell zu schaffen, das langfristig Sinn macht'.

Schließlich einigten sich die Ratsmitglieder bei einer Gegenstimme (Krinn) darauf, den Beschluss von 2003 aufzuheben und im Haushalt 2007 erst 50 000 Euro, 2008 dann 210 000 Euro für den Kauf einzustellen. Ab 2009 sieht die Finanzierungsplanung dann 35 000 Euro pro Jahr für Feuerwehr-Investitionen vor.

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