Pfronten
Für «ein bisschen Perspektive»

«Mich freuts abartig, dass der Haufen so gut zusammensteht.» Nicht nur der stellvertretende Betriebsratsvorsitzende Thomas Schabel zeigte sich gestern beeindruckt von der großen Resonanz auf den Aufruf der IG Metall zum Warnstreik im Pfrontener Werk der Lindauer Dornier GmbH. Nahezu komplett wechselten die Mitarbeiter der Früh- und der Spätschicht jeweils für zwei Stunden die Straßenseite, um für «ein bisschen Perspektive» zu kämpfen. So drückte es der erste Bevollmächtigte der IG Metall Kempten, Dietmar Jansen aus. Wie mehrfach berichtet, soll das Pfrontener Werk im Herbst kommenden Jahres geschlossen werden. Der größte Teil der 130 Mitarbeiter wird dabei seine Stellen verlieren. Eine angemessene Abfindung für sie und ein «Abgang mit Würde» sei Ziel der Aktion, so Jasmin Steinert, Fachsekretärin der IG Metall. «Herr Dornier, machen sie den Geldbeutel auf!», sagte sie wörtlich. Sie erinnerte an die vielen Opfer, die die Dornier-Mitarbeiter in den vergangenen Jahren erbracht hätten, vermeintlich, um die Zukunft des Werks zu sichern. Dessen systematischer Abbau habe unterdessen wohl bereits im Jahr 2000 begonnen.

Mitarbeiter einer Reihe anderer Betriebe unterstützten mit Solidaritätsbesuchen die Kollegen von Dornier. So waren bei beiden Kundgebungen Vertreter von Deckel Maho dabei. Für den Nachmittag hatten sich zudem Mitarbeiter der Firmen AGCO (Fendt) aus Marktoberdorf, Grob aus Mindelheim, Liebherr aus Lindenberg und SRI aus Durach angemeldet.

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