Buxach / Lake Placid
Für die WM auf Hawaii qualifiziert

Triathlet Christian Brader hat seinen bisher besten Wettkampf absolviert: Beim Ironman USA in Lake Placid kam er als Zweiter der Gesamtwertung ins Ziel und damit zum ersten Mal in seiner bislang rund einjährigen Profilaufbahn aufs Treppchen. Nur Maik Twelsik, ebenfalls aus Deutschland, war schneller als der Buxacher. Damit hat sich der 29-jährige Vollprofi für die Triathlon-Weltmeisterschaft auf Hawaii am 10. Oktober qualifiziert (siehe auch Infokasten).

«Für mich kam der zweite Rang nicht ganz unerwartet. Denn ich wusste genau, dass ich - wenn alles normal läuft - unter die ersten Drei kommen könnte», berichtete Brader nach seiner Rückkehr. Ihm sei es aber nicht nur darum gegangen, das Ticket für Hawaii zu lösen. Sondern er wollte auch seinen vierten Platz vom Vorjahr toppen.

Startschuss um 6.50 Uhr

Der Buxacher, der für den VfL Kaufering startet, schilderte der MZ seine Erlebnisse auf der Strecke wie folgt:

l 3,8 Kilometer Schwimmen im Mirror Lake: Um 6.50 Uhr sei der Startschuss für die Profis gefallen, während sich die rund 2500 Amateure um 7 Uhr in die Fluten gestürzt hätten. «Meinem Empfinden nach ging es beim Start relativ gesittet und ohne großes Gehaue zu.

» Brenzlig sei es für die Profis erst auf den letzten 800 Metern geworden, «als wir mitten in das große Feld der Amateure schwammen, die sich noch auf der ersten Runde befanden». Hier sei es wegen der großen Geschwindigkeitsunterschiede und der Positionskämpfe innerhalb der 50-köpfigen Profi-Gruppe «doch sehr eng» geworden, so Brader. «Ein Schlag einer Ferse auf den Brustkorb oder aufs Auge, und das Rennen hätte vorbeisein können.»

l 180 Kilometer Radfahren mit 1900 Höhenmetern: «Ich wollte mein eigenes Tempo fahren und vermeiden, dass andere von meiner Arbeit profitieren», betonte Brader. Deshalb habe er bei den ersten Anstiegen der mit insgesamt 1800 Höhenmetern gespickten Radstrecke schon ordentlich Druck gemacht.

Doch der Führende Maik Twelsik sei an diesem Tag unerreichbar gewesen. In der zweiten Runde habe er dann einen weiteren Gegner bekommen: den Gegenwind. «Aber ich habe mir immer wieder gedacht: Wenn du aufs Podium willst, musst du auch was riskieren.» Deshalb habe er sein hohes Tempo beibehalten. Obwohl er die zweitbeste Radzeit gefahren sei, habe sein Rückstand als Dritter auf Twelsik schon knapp 20 Minuten betragen, auf den Zweiten Matt Lieto (USA) jedoch nur noch rund vier Minuten.

l 42,2 Kilometer Laufen mit knallharten Anstiegen wie bei keinem anderen Ironman auf der Welt: Schon nach gut fünf Kilometern sei der Zweitplatzierte in Sichtweite gewesen, berichtete Brader. Und nach zwei weiteren Kilometern sei er an jenem vorbeigezogen.

Vor allem in der zweiten Laufrunde tat sich Brader dann richtig schwer: «Ich dachte manchmal, dass es jetzt wohl mit dem Treppchenplatz dahingeht, so langsam habe ich mich gefühlt.» Doch er rettete seinen knappen Vorsprung auf den Drittplatzierten ins Ziel. «Überglücklich und sehr erleichtert habe ich dann den Zieleinlauf genossen.» Braders Rückstand auf Sieger Maik Twelsik betrug am Ende knapp über 19 Minuten.

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