Für die Firmlinge reist der Bischof 5000 Kilometer

Pfronten | pm | Bei einem Afrika-Nachmittag im Pfrontener Pfarrheim haben etwa 140 Firmlinge aus Pfronten, Seeg, Roßhaupten, Rieden und Lengenwang ihren Firmspender kennengelernt: Bischof Joseph Osei-Bonsu aus Ghana. Bis 2. Juli ist der Oberhirte der Pfrontener Partnerdiözese Konongo-Mampong im Allgäu und spendet in Pfronten, Seeg und Rieden die Firmung.

Seit zehn Jahren besteht die Partnerschaft zwischen Pfronten und Ghana, die laut Pfarrer Harald Heinrich zu einer Freundschaft auf immer breiterer Basis wächst. Wenn Sprache und Kulturen auch unterschiedlich seien, Kirche und der Glaube an Gott seien universell, lud der ghanaische Bischof zum gegenseitigen Kennenlernen ein. Das sei ein Stück lebendige Weltkirche, betonte Pfarrer Heinrich. Über 5000 Kilometer reiste der in Pfronten bereits wohlbekannte Bischof ins Allgäu. Das sei schon etwas Besonderes, verdeutlichte Pfrontens Pfarrer den Firmlingen. Am Samstag spendete der Bischof in Pfronten das Firmsakrament. Am Freitag folgt Seeg und am Samstag Rieden.

Christel Kaltenbach als Vorsitzende der Ghana-Hilfe brachte den Firmkandidaten mit lebendigen Bildern das Partnerland und seine Menschen nahe. Die Firmlinge wandten sich gleich im Anschluss mit Fragen an Bischof Joseph. Wie geht es Isaac Osei-Tutu und Stephen Duodu, die beide in Deutschland studiert und in Seeg und Pfronten ihr Praktikum geleistet haben? Gut, beide sind Kaplan in einer Pfarrei. Wie viele Katholiken gibt es in seinem Bistum? 90 000 die von 60 ghanaischen und 20 ausländischen Priestern betreut werden. Wie sieht eine Firmung in Ghana aus? Nicht viel anders als in Deutschland.

Allerdings bereiten sich viele Menschen lange darauf vor, haben aber erst im Erwachsenenalter, oft erst mit 40 oder 50 Jahren die Gelegenheit, das Sakrament zu empfangen, erläuterte Bischof Joseph einen wesentlichen Unterschied in der Praxis des kirchlichen Lebens.

Gemeinsam mit dem Gast studierten die jungen Gläubigen zwei Danklieder in Twi, der Landessprache des Bischofs ein. Ase da yon-ya me ne dea (Dank und Ehre gebührt dem Herrn) wurde tags darauf beim Firmgottesdienst unter Mitwirkung einer Pfrontener Trommelgruppe freudig gesungen. Nach einem abschließenden Gruppenfoto gab es zur Freude der Firmlinge noch eine kleine Brotzeit.

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