Für ältere Menschen

Germaringen/Ostallgäu | kfr | Einen ganzen Tag lang beschäftigten sich Fachleute mit der Frage, was ältere Menschen wirklich wollen. Beim Workshop «Älter werden im Ostallgäu - Zur Zukunft der Seniorenarbeit» sammelten rund 40 Teilnehmer im Germaringer Hof Ideen. Das Seminar richtete sich an Vertreter von Altenheimen, ambulanten Diensten, Hospizvereinen, Wohlfahrtsverbänden, Kirchen sowie Seniorenbeauftragte und Kommunalpolitiker. In achtköpfigen Diskussionsrunden sollten sie Vorschläge zusammentragen, wie für betagtere Frauen und Männer künftig eine gute Lebenssituation gewährleistet werden kann.

Die Ergebnisse fließen in das seniorenpolitische Gesamtkonzept des Landkreises Ostallgäu ein, das bis Ende des Jahres ausgearbeitet werden soll. Oberstes Ziel des Vorhabens ist, dass selbst im höchsten Alter ein selbstbestimmtes und lohnenswertes Leben möglich ist. Dazu gehören altengerechtes Wohnen, Freizeitangebote und kurze Wege zum Lebensmittelhändler und Bäcker. Die Teilnehmer des Workshops in Obergermaringen kamen aus den 25 nördlichen Gemeinden des Ostallgäus und aus Kaufbeuren, für den südlichen Landkreis gab es eine gesonderte Veranstaltung in Roßhaupten.

«Wir brauchen von Ihnen mehr Informationen zu Themen wie der Pflegebedarfsplanung oder der Klärung der Frage, wie die Zusammenarbeit zwischen dem Landkreis und den Gemeinden aussehen soll», sagte Sabine Wenng, Geschäftsführerin der Arbeitsgruppe für Sozialplanung und Altersforschung (Afa) München. Das Institut hatte im Vorfeld den derzeitigen Versorgungsbestand bei stationären, offenen, ambulanten und teilstationären Einrichtungen im Landkreis erhoben und zudem eine Bürgerbefragung unter 2000 Ostallgäuer Senioren ausgewertet. Das Ergebnis: «Besonders in kleineren Kommunen ist es für Ältere, die selbstständig zu Hause wohnen, problematisch, sich mit Gütern des täglichen Bedarfs zu versorgen», betonte Annegret Schefold von der Afa. Das Fahrrad spiele für Hochbetagte eine gewisse Rolle.

Sie wünschen sich mehr Radwege und niedrigere Randsteine, um mobil bleiben zu können. «Überraschender Weise ist das Interesse an alternativen Wohnformen wie dem betreuten Wohnen und Wohngemeinschaften groß. Jeder Vierte sprach sich dafür aus», meinte Schefold. Auf der anderen Seite seien die klassischen Seniorennachmittage immer weniger gefragt.

Die Teilnehmer trugen in den Diskussionsrunden unter anderem folgende Vorschläge zusammen: In Gemeinden ohne ansässigen Bäcker könnte für Senioren eine Art Lieferservice organisiert werden. Des Weiteren sollten die Volkshochschulen speziell Kurse für Ältere anbieten, zum Beispiel Gehirnjogging. Auch dürfe man Senioren nichts aufzwingen, da sie ihren eigenen Tagesrhythmus haben.

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