Raub
Fünf Überfälle auf Senioren

Ein unbekannter Räuber, der es auf Senioren über 70 abgesehen hat, treibt derzeit in Kempten sein Unwesen. Wie Kripochef Albert Müller bestätigte, gibt es vermutlich einen Zusammenhang zwischen fünf Attacken auf drei Frauen und zwei Männer zwischen 71 und 74 Jahren. Angst, so betont der Kripochef, müssten die Kemptener Senioren dennoch nicht haben. In drei Fällen sei der Täter, der als «jünger» beschrieben wird, ohne Beute erfolglos geflüchtet.

Der Räuber, schildert Manfred Leier von der Kripo, schlug stets im Dunkeln zu - in ganz unterschiedlichen Gebieten der Stadt. Am 21. Oktober versuchte er am Rotschlössle (Sankt Mang) eine 74-Jährige zu überfallen. Am 12. November griff er im Jahnweg im Stadtzentrum eine 71-Jährige an. Tags darauf wollte er in der nicht weit entfernten Knussertstraße eine 73 Jahre alte Frau überfallen.

In allen Fällen hatte es der Räuber auf die Einkaufstasche abgesehen - da die Frauen ihre Taschen jedoch festhielten, gab er jeweils unverrichteter Dinge Fersengeld.

Am 26. November attackierte der Räuber in der Hengelerstraße (Nähe Kreuzung Memminger Straße/Adenauerring) einen 75-jährigen Mann. Wiederum einen Tag später überfiel er dann in der Gegend um die Lindauer Straße/Margarethenstraße einen 72-Jährigen. Die beiden Männer, berichtet die Kripo, wurden jeweils von hinten zu Boden gestoßen oder geschlagen, der Räuber erbeutete ihre Geldbörsen.

Bei den Attacken auf Senioren handelt es sich bereits um die zweite Überfallserie in diesem Jahr. So waren im Sommer mehrere Pizzaboten angegriffen worden. Der Täter ist noch nicht ermittelt - einen Zusammenhang mit den derzeitigen Taten schließt Kripochef Müller jedoch aus. Insgesamt seien Überfälle in Kempten nicht häufiger geworden - auch wenn es nun mehrere innerhalb kurzer Zeit gab.

Zu den Überfällen auf Senioren sucht die Polizei Zeugen. Wer etwas beobachtet hat, soll sich bei der Kripo melden: (0831)9909-0.

So können Sie sich schützen:

Keine größeren Bargeldbeträge mitnehmen.

Taschen verschließen und nicht über der Schulter tragen, sondern unter den Arm geklemmt oder auf der Körpervorderseite.

Einen «Schrillalarm» bei sich führen, um im Notfall andere auf sich aufmerksam zu machen.

Beim Geldabheben auf Fremde achten.

Durch belebte Straßen nach Hause gehen.

Wachsam sein bei Bitten von Fremden - etwa: «Können Sie Kleingeld wechseln?» oder: «Haben Sie Feuer?».

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