Seeg
Fünf Milliliter Blut helfen

Können Schwangere mitmachen? Werden die Stammzellen weltweit herausgegeben? Wird man auf Hepatitis oder Aids geprüft? Viele Fragen hatten die rund 80 Teilnehmer beim Infoabend für die geplante Typisierungsaktion am 18. Juli im Seeger Feuerwehrhaus (wir berichteten). Eine Spezialistin der Knochenmarkspenderdatei und ein Spender gaben nun Antworten im Seeger Gemeindezentrum.

1,8 Millionen machen mit

«Die Stammzellen werden weltweit koordiniert. Die Spende erfolgt aber immer in Deutschland - möglichst nahe am Wohnort», erklärte Dr. Martina Wanner von der deutschen Knochenmarkspenderdatei. Eine Untersuchung auf eine AIDS- oder Hepatitiserkrankung finde hingegen bei einer Typisierung nicht statt, betonte sie. Auch könnten werdende Mütter ohne Weiteres bei der Aktion mitmachen. Wanner erinnerte, wie wichtig eine hohe Beteiligung ist: «80 Prozent aller erkrankten Deutschen haben nicht so viel Glück wie Sofia, die einen Spender in der Familie hat», sagte sie. «Es werden bei einer Typisierung lediglich fünf Milliliter Blut abgenommen.» Mittlerweile seien deutschlandweit schon rund 1,8 Millionen Menschen registriert.

Ohne Probleme abgelaufen

Einer davon ist Wilhelm Brutscher aus Eisenberg-Zell. Und der erhielt unlängst Post von der DKMS. «Ich wurde bereits vor knapp 20 Jahren typisiert», berichtet der Zeller. Als er erfuhr, dass ein Kranker seine Hilfe braucht, entschied er sich gleich, mit seiner Knochenmarkspende zu helfen. Er wurde routinemäßig nochmals getestet - schließlich fand der Eingriff im Krankenhaus statt. «Die Einstiche sind ähnlich wie bei einer Blutentnahme. Ich war zwar ein paar Tage ein wenig schlapp, ansonsten lief alles ohne Probleme ab», erinnert er sich. Sämtliche Kosten - inklusive Anreise und Hotel - habe die DKMS übernommen.

«Jetzt müssen wir einfach schauen, dass wir am Tag der Typisierung genügend Helfer haben», rührte Organisator Peter Rietzler nochmals die Werbetrommel. Mittlerweile seien schon über 8000 Euro an Spenden eingegangen. Und die können die Verantwortlichen auch gut gebrauchen. Immerhin kostet eine Typisierung wegen des hohen Laboraufwands 50 Euro.

Spendenkonten: Sparkasse Allgäu (Konto 514349661) und Raiffeisenbank südliches Ostallgäu (Konto 39403).

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