Füssen / Nesselwang
Freude über Fertigstellung der A7, aber auch Kritik

«Der Kampf hat sich gelohnt. Wir habens endlich geschafft», freut sich Willi Kovarik über die bevorstehende Fertigstellung der A7 im südlichen Ostallgäu. Viele Jahre lang stand der 80-jährige Nesselwanger an der Spitze der «Bürgerinitiative gegen das Verkehrschaos und für den sofortigen Weiterbau der A7». Die 1989 gegründete Initiative ließ nie locker, wenn es um den Weiterbau der Autobahn ging. 27 Kundgebungen und 38 Versammlungen wurden organisiert, wie im Juli 1990: Pfrontener und Nesselwanger bildeten mit 118 Lkw und 49 Traktoren eine «rollende Riesendemo» - der ohnehin dichte Verkehr auf der A7 und der B309 brach damals zusammen, die Polizei meldete kilometerlange Staus. «Es war ein langer, weiter Weg», meint Kovarik heute rückblickend. Doch der Kampf habe sich gelohnt.

Völlig anderer Ansicht ist man beim Bund Naturschutz (BN): «Durch den Bau der A7 wurde viel Heimat zerstört» sagt der aus dem Ostallgäu stammende Prof. Dr. Hubert Weiger, Landesvorsitzender des BN in Bayern. So seien zwei bedeutsame Moore zerstört und über 300 Hektar Land versiegelt worden. Auch sei der vierspurige Weiterbau bis Füssen unsinnig, da das Staurisiko nur um wenige Kilometer verlagert werde.

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