Lindenberg
Fresko von Gurschler veschwindet

Generationen von Grundschülern haben seit 1975 das Fresko des Lindenberger Malers Luis Gurschler (1913 bis 2000) verinnerlicht. Im Frühjahr wird das unübersehbare Wandgemälde auf Dauer verhüllt. Denn die Grundschule wird eine wärmedämmende neue Haut auf der Südseite erhalten.

Stadtbaumeister Kurt Kirschenmann machte im Bauausschuss darauf aufmerksam, dass das Werk hinter einer dicken Verschalung verschwinden wird. Es könne nicht abgetragen werden. Es bleibe jedoch dahinter für die Nachwelt erhalten, fügte Bürgermeister Johann Zeh an. Man werde das Gemälde fotografieren und archivieren.

Neues Kunstwerk gewünscht

Dr. Wolfgang Dietlein verlangte, dass man sich schnell überlegen müsse, «was dafür hinkommt». Auch Josef Kraft («Das Bild lässt mich nicht los») wünscht sich ein neues Kunstwerk an dem Eck.

Im Jahr des Denkmalschutzes, 1975, hatte der Stadtrat diesem Wandgemälde-Entwurf Gurschlers zugestimmt, der folgendermaßen beschrieben ist: «Der Künstler nahm als Basisgedanken die Schule her und begann unten im Bild mit der Botanik, dargestellt durch den durchschnittenen Samenkolben einer Lichtnelke. Daneben und darüber kommen chemische Gefäße, dann Sprache und Schrift als Grundlage des Lernens, des weiteren die Erdkunde mit einem Globus, die Musik mit einer Lyra. Im optischen Mittelpunkt ein menschlicher Kopf mit vorgehaltenem Buch. Die Kirche als Symbol für den Glauben schließt den rechten oberen Bildrand ab. Links darunter versinnbildlicht eine Säule die Antike, oben ein Heißluftballon die Physik.»

Gurschler wurde mehrfach mit öffentlichen Ehrungen und Auszeichnungen bedacht: 1971 Kunstpreis der Regierung von Schwaben in Augsburg, 1971 Kunstpreis der Stadt Kempten, 1980 Kunstpreis der Industrie- und Handelskammer Lindau, 1980 Bürgerpreis der Stadt Kempten, 1987 Kunstpreis der Stadt Lindenberg.

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