Memmingen
Freiheit im Schuhkarton

Die Finissage einer besonderen Kunst-Ausstellung fand in der St.-Martins-Kirche statt. Unterschiedlich gestaltete Schuhkartons boten als «Guckkästen» den Besuchern Illusionsräume zum Thema Freiheit. Einige der jungen Künstlerinnen und Künstler der 9. Jahrgangsstufe des Vöhlin-Gymnasiums und der 8. Klasse der Sebastian-Lotzer-Realschule erläuterten den Besuchern ihre Kunstwerke.

Diese wurden in mehreren Wochen mit viel Energie, Eifer und Elan unter anderem aus Alufolie, Watte, Tonpapier, Gips, Lego-Figuren, Zahnstochern und Pappmaschee angefertigt.

80 Schülerinnen und Schüler sammelten im Kunstunterricht, unter Anleitung von Kunstlehrerin Barbara Müller-Pollack, ihre ersten Erfahrungen mit dreidimensionalen Kunstwerken im Rahmen der Verleihung des Memminger Freiheitspreises. Die Herausforderung hieß: «Wie drücke ich das Abstrakte, die Symbole der Freiheit aus?»

Jeder hatte seine individuelle Sicht und ließ seine Fantasie walten. Für Anna sind es Menschen aus verschiedenen Nationen, die aufeinander zugehen. Melanie fühlt sich allein auf einer Insel frei. Lili und Mandy haben für ihr Gemeinschaftswerk das tiefe, weite Meer mit einer Meerjungfrau ausgesucht.

Und Timo hat mit Michael die Gegensätze veranschaulicht: hier die Freiheitsstatue, dort das Leben in Armut mit Gewalt und Müll. Rebekka wählte die Eule, die ohne Einflüsse von der Außenwelt ihren Weg bei Nacht findet, Roberta einen Engel im Himmel. Denise dachte an die Gefangenen hinter Gittern, die erst in diesem Moment bemerkten, wie kostbar die Freiheit ist. Ihre Illusion bestand in der Befreiung von den Gitterstäben.

Zum Verweilen und Nachdenken eingeladen

«Eure Werke zeigen, dass Ihr wisst, worauf es im Leben ankommt,» lobte Dekan Kurt Kräß die Jugendlichen. Denn die Freiheit und die Sehnsucht danach gehörten zu den Kernthemen, die die Menschheit beschäftigen. «Hunderte sind in die Kirche gekommen und wurden zum Verweilen und Nachdenken eingeladen.

Ihr habt die Welt mit etwas Einzigartigem und Besonderem bereichert,» bedankte sich Kräß für die erfolgreiche Kunstaktion. Drei Monate lang hatte die Öffentlichkeit Gelegenheit, die «Guckkästen» zu bewundern, welche die einfallsreichen Tüftlerinnen und Bastler nun mit Stolz nach Hause tragen konnten.

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