Bundestag
Freie Wähler vor Ort erteilen ihrem Landeschef Hubert Aiwanger Absage

Am Tag hatte er in Burgberg für den Fortbestand der Bergwaldoffensive am Burgberger Hörnle plädiert. Am Abend legte sich Hubert Aiwanger in Kempten mächtig ins Zeug. In einer fast einstündigen Rede versuchte der Landes- und Bundesvorsitzende der Freien Wähler (FW) am Donnerstag im Haus Hochland, seine Zuhörer von der Notwendigkeit einer Bundestagskandidatur der FW für 2013 zu überzeugen. Doch der Rückenwind, den Aiwanger von Mitgliedern und Landtagsabgeordneten seiner Gruppierung erhielt, war eher ein laues Lüftchen. Eine steife Brise war da schon der Gegenwind, der in Aiwangers Richtung blies.

Aiwanger will mit den FW für den Bundestag antreten - und zwar 2013. Da fallen Land- und Bundestagswahlen aufeinander. << Wenn wir nicht dabei sind, fallen wir hinten runter >>, befürchtet er. Denn dann müssten sich die Bürger, die sich auf Landesebene für die Freien Wähler entscheiden, auf Bundesebene umorientieren. Und das könne der Basis schaden. Zudem seien 90 Prozent der Themen, die für die FW kommunal wichtig seien, auch bundespolitisch von Belang. Aiwanger nannte da etwa Bundeswehrstandorte, Atommüll oder Gentechnik. Man müsse dranbleiben - gerade in Bayern. Aiwanger: << Wir sind die Speerspitze. Und es fragt doch auch keiner die anderen wie die Piraten oder die blutleere FDP, ob die es im Kreuz haben. >>

Unterstützung in seinen Bemühungen erhielt Aiwanger lediglich von MdL Dr. Leopold Herz: Im Landtag habe man mittlerweile Fuß gefasst. Die Bundestagswahl 2017 sei ihm als Start zu weit entfernt.

Andere haben da so ihre Zweifel. Der kommunale Sachverstand sei die Stärke der FW. Diese werde auf bundesweiter Ebene untergehen, meinte Blaichachs Bürgermeister Otto Steiger. Er mutmaßte, dass der Drang in die Bundespolitik eher von Leuten komme, << die persönlich weiterkommen wollen >>.

<< Lassen Sie die Finger vom Bundestag >>, appellierte Dieter Zacherle, (Stadtrat Kempten). Immer noch fehle den FW im Landtag ein klares Profil: << Arbeiten Sie daran, da haben Sie Arbeit genug. >> Ins selbe Horn stieß Manfred Herb (Sulzberg): << Das ist zu früh. Wir sollten lieber eine anständige Politik vor Ort machen.

>> Und Kreisvorsitzender Wolfgang Hützler mahnte: << Für den Bundestag braucht man ein starkes Programm. >> Bislang aber hätten sich die FW zu wichtigen Punkten wie Außen- oder Verteidigungspolitik nicht geäußert. >>

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