Freibäder
Freibadsaison 2011: Besucherzahlen saufen ab

Die Besucherzahlen in den Kaufbeurer Freibädern waren in diesem Sommer nicht berauschend. «Es ist nicht gut, aber eben auch nicht so schlecht wie befürchtet», sagt der Leiter der städtischen Liegenschaftsverwaltung, Klaus Schaller.

In Zahlen: Seit 2004 kommen im Jahresschnitt (jeweils zwischen Juni und August) 46200 Gäste in den Jordan-Badepark; heuer waren es 42700. Im Neugablonzer Erlebnisbad ist die Besucherfrequenz vom bisherigen Jahresdurchschnitt 68000 auf aktuell 53700 Menschen abgesackt.

<< Normalerweise ist der Juli der beste Monat >>, sagt Schaller. Das Wetter ist dann oft konstant gut; die Badegäste aus Kaufbeuren und Umgebung haben ihren Urlaub noch nicht angetreten. Doch heuer hielt sich das Wetter nicht an diese Regel.

Beide Bäder verzeichneten nach einem bereits mageren Juni auch im darauf folgenden Monat deutlich unterdurchschnittliche Marken: Kaufbeuren war nur zu 60 Prozent des Durchschnittswertes ausgelastet, Neugablonz zu 43 Prozent. << Erst der August hat uns gerettet >>, so Schaller. Neugablonz glänzte mit 144 Prozent des Besucherdurchschnitts, Kaufbeuren kam sogar auf 161 Prozent.

Beide Bäder lassen sich mit ihrer Auslastung allerdings nicht vergleichen. Schaller verweist auf den heuer eingeführten Parallelbetrieb des Kaufbeurer Hallen- und des Freibades über den Sommer hinweg. Das heißt, je nach Wetterlage entscheidet das Personal morgens, welche Einrichtung den Tag über geöffnet ist. << Grundsätzlich sehe ich diese Regelung aber positiv >>, sagt Schaller. Mit dem Angebot, dem Besucher in Kaufbeuren bei durchwachsenem Wetter auch überdachte Schwimmmöglichkeiten zu bieten, komme die Stadt den Bedürfnissen der Bürger entgegen.

Heuer war die Halle über den Sommer immerhin an 27 Tagen geöffnet (allerdings war sie im Sommer auch vorübergehend wegen Bauarbeiten geschlossen). Die zusätzlichen Kosten ließen sich zwar nicht exakt errechnen, da Hallen- und Freibad weitgehend gemeinsam mit Energie versorgt werden und beispielsweise die Riesenrutsche beiden Einrichtungen zur Verfügung steht.

<< Aber der Aufwand hält sich in Grenzen >>, so Schaller. Ob dieses Modell nach der ersten Saison auch im kommenden Sommer beibehalten wird, müssen die Stadträte entscheiden.

Mit dem Baden unter blauem oder bewölktem Himmel ist bald ohnehin Schluss. Üblicherweise endet die Saison mit Ende der Sommerferien. Spielt das Wetter mit, bleiben die Freibäder möglicherweise noch zwei, drei Tage länger auf. Damit steht dann wieder ausschließlich das Hallenbad zur Verfügung.

Wie sehr die Besucherzahlen ein Spielball des Wetters sind, zeigt der Blick zurück auf die Höhen und Tiefen der Statistik. Es war im August 2006, als bei miserablem Wetter in beiden Freibädern lediglich 4750 Besucher bibberten - Rekord. Der Monat zuvor, Juli 2006, glänzte durch sonnenreiche Tage und spülte 77400 Gäste in beide Bäder. Auch das ist bis heute unerreicht.

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