Stiefenhofen
Frauenbund Stiefenhofen feiert

Februar 1959: 86 Mädchen und Frauen sind der Einladung des damaligen Stiefenhofener Pfarrers zu einem Besinnungstag gefolgt. «Aber schon bald nach Beginn der Veranstaltungen erfuhren wir den wahren Grund für die Zusammenkunft», heißt es in alten Aufzeichnungen: Die Gründung eines Frauenbundes. Das ist etwas mehr als 50 Jahre her. Am Sonntag feiern Frauenbund und der dazugehörige Gesprächskreis ihr Jubiläum mit Festgottesdienst und Festansprache.

In den vergangenen fünf Jahrzehnten hat sich viel getan im Frauenbund. Früher seien die Frauen häufiger zum Beten zusammengekommen, sagt Frauenbundmitlied Margit Lingenhehl. Mittlerweile sei die Themenwahl freier geworden, nennt sie einen weiteren Aspekt des Wandels. Drehte sich früher bei Treffen fast alles um politische und kirchliche Themen, stehen heute auch Schminkkurse, Kegelabende oder Schrauberkurse, in denen die Frauen das Reifenwechseln lernen, auf dem Programm. «Früher hatte der Pfarrer die Leitung. Er hat die Themen bestimmt. Heute entscheiden die Frauen selber. Aber der Pfarrer wird immer eingeladen - und mal kommt er und mal nicht», sagt sie.

Weil der Frauenbund nach seiner Gründung «in die Jahre gekommen» war, gründete sich 1986 der Gesprächskreis, in dem sich jüngere Frauen zusammenfanden. Beide Einheiten - also Frauenbund und Gesprächskreis - sind im vergangenen Jahr wieder zusammengeführt worden. «Die Frauen sind zu alt, um eigenständig etwas zu organsieren», erklärt Lingenhel. Das älteste Mitglied ist 92 Jahre, das jüngste ist Lingenhel mit 38 Jahren.

Noch heute sind unter den 55 Mitgliedern acht Gründungsmitglieder von 1959 im Frauenbund dabei. «Es macht einfach Spaß, mit verschiedenen Generationen zusammen zu sein. Man lernt viel daraus», sagt Lingenhel. Als Beispiel nennt sie eine 89-Jährige, die Gedichte und Anekdoten von früher erzählt.

Einsatz für den guten Zweck

Neben Geselligkeit spielt bei den Frauen des Frauenbundes der Einsatz für gute Zwecke eine große Rolle. Bei einem Kuchenverkauf für eine Familie aus Hopfen (Gemeinde Stiefenhofen), die bei einem Brand Hab und Gut verloren hat, sind vor ein paar Wochen 800 Euro zusammengekommen; die Caritas Sozialstation und das Hospiz in Lindau bekamen je 500 Euro. Laut Lingenhel hat der Frauenbund in den vergangenen 25 Jahren rund 30000 Euro an Menschen weitergegeben, die Hilfe benötigt haben.

Autor:

Allgäuer Zeitung aus Kempten

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