Narrisch
Frauenbund Durach nimmt Gemeindeleben aufs Korn

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Ganz schön verrückt und ganz schön närrisch ging es zu beim Weiberfasching des Frauenbundes Durach in proppenvollen Pfarrsaal. Schließlich lautete das Motto ja auch «Verrückte, närrische Welt» und die Frauen hatten sich mächtig ins Zeug gelegt, um für gute Stimmung zu sorgen. Mit Sketchen, Liedern und Tanzvorführungen brachten die Duracherinnen die Gäste zum Lachen, Klatschen und Schunkeln.

Akrobatisch zeigten sich zum Beispiel die Mädels von der Tanztruppe bei ihrer Tanzeinlage «Rock me Amadeus». Dass voller Körpereinsatz gefragt war, zeigte sich allein daran, dass eine der jungen Frauen nicht mitmachen konnte - weil sie sich beim Proben einen Finger gebrochen hatte. Für Lacher sorgte der Sketch «Das Priesterjubiläum». Zum 40-jährigen Amtsjubiläum erzählt der Pfarrer von seinem ersten Beichterlebnis in Durach. Damals, berichtet er, sei ein Mann bei ihm im Beichtstuhl gewesen, der anderen Frauen einfach nicht widerstehen konnte, obwohl er verheiratet war. Da kommt der Bürgermeister auf die Bühne - und erzählt vor Freude strahlend, dass er ja damals der Erste war, der beim neuen Pfarrer beichtete.

Bürgermeister nicht geschont

Bürgermeister Herbert Seger, dessen Frau Inge den Abend moderierte, wurde ohnehin nicht geschont beim Weiberfasching. Im Sketch «Der Einweihungstermin», einem der Höhepunke des Abends, unterhalten sich die beiden Wackeldackel im Auto des Rathauschefs während einer Fahrt zur Einweihung des neuen Kreisels. Thema ist der Dorftratsch. Zum Beispiel das neue Vereinsheim für Musiker, Schützen und alle, die man sonst noch von der Straße haben will. Oder die neue Spülmaschine für die Feuerwehrler, über die seit sechs Monaten diskutiert wird - nur gut, «dass sie beim Löschen schneller sind.»

Am neuen Kreisel angekommen hält der Bürgermeister (überzeugend gespielt von Cilly Glogger) eine Ansprache. Weil es kein Redepult gibt, engagiert er kurzerhand einen menschlichen Tisch. Bei seiner verworrenen Rede biegen sich die Faschingsfans im Saal vor Lachen: Nicht nur ein Gebhard Kaiser habe ein Programm, auch er habe eines, ruft der Gemeindechef: «Ich setze mich für die Umwelt ein, damit das Auto wieder einen Lebensraum hat.» Oder: «Mit dem Einsatz meiner Leberwerte habe ich für euch gekämpft.» Mit vielen weiteren lustigen Einlagen und stimmungsvoller Musik feierten die Duracher Frauen und ihre Gäste den ganzen Abend. (rio)

 

Auch Handstand war gefragt in der Modenschau beim Weiberfasching.

 

Clowns sorgten im proppenvollen Pfarrsaal für gute Laune.

Autor:

Ricdarda Gschwend aus Kempten

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