Unterallgäu
Frauen auf dem Vormarsch

Das «schwache» Geschlecht ist gar nicht mehr so schwach. Jedenfalls sind die Frauen im Landratsamt Unterallgäu gut vertreten, wie die Gleichstellungsbeauftragte Ulrike Klotz bei der jüngsten Sitzung des Ausschusses für «Personales und Soziales» feststellte. Sie legte die Fortschreibung des Gleichstellungskonzeptes vor. Personalchef Alois Mayr stellte zu Beginn fest, dass der Kreis das Thema Gleichbehandlung von Mann und Frau seiner Meinung nach gut gelöst habe. Bezahlung und Ausschreibung von Posten erfolgten geschlechtsneutral.

Das Bayerische Gleichstellungskonzept verpflichtet die Dienststellen des Freistaates und die Landkreise, alle fünf Jahre Bilanz zu ziehen. Demnach waren zum 30. Juni 2009 im Landratsamt Unterallgäu inklusive Altenheime 579 Personen beschäftigt. Hiervon waren 369 Frauen (63,7 Prozent) und 210 Männer (36,23 Prozent). Von den 508 Beschäftigten, die unmittelbar in einem Arbeitsverhältnis zum Kreis stehen, waren 67,5 Prozent Frauen. Etwas anders sieht es in der reinen Verwaltung aus. Hier haben die weiblichen Kräfte mit 53,6 Prozent nur knapp die Oberhand.

Von den 64 Beamten des Kreises sind 44 Männer (65 Prozent). Allerdings verbesserte sich hier die Frauenquote um 2,5 Prozent im Vergleich zum Jahr 2003. In den Kreisaltenheimen sind die weiblichen Mitarbeiter dagegen praktisch unter sich. Hier liegt die Frauenquote bei über 90 Prozent. In der Verwaltung haben allerdings nur zwölf Frauen eine Führungsposition inne. Ihnen stehen 47 Männer gegenüber. Beim Kreis sind die Frauen noch eindeutiger in der Minderheit, hier gibt es 26 männliche und lediglich vier weibliche Führungskräfte. Der Bericht zeigt aber auch, dass mittlerweile mehr Frauen als Männer eingestellt werden. Ähnlich sieht es bei den Ausbildungsplätzen aus. Dies liege daran, dass Frauen in der Regel bessere Schulabschlüsse haben. Ulrike Klotz verwies darauf, dass alle Mitarbeiter die gleichen beruflichen Entwicklungs- und Aufstiegsmöglichkeiten erhalten.

Kreisrat Franz Mutzel (CSU) meinte, der Kreis habe seine Hausaufgaben gemacht. Fraktionskollege Sebastian Seemüller bat die Gleichstellungsbeauftragte, ihr Anliegen noch mehr in die Öffentlichkeit zu bringen. Dies geschehe laut Klotz, in dem sie etwa auf Fördermöglichkeiten bei der Einrichtung betrieblicher Kindertagesstätten hinweise. Kreisrätin Sabine Weber-Frommel (Grüne) vermisste bei der Vorlage den Blick in die Zukunft. Das Konzept sei eigentlich nur ein Bericht.

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