Verwahrlosung
Frau (56) aus Kempten sammelt rund 60 Ratten - noch über 50 Tiere nicht vermittelt

Vielleicht sechs oder sieben, mehr sind bislang nicht vermittelt worden. 'Der Ansturm auf die Ratten ist sozusagen ausgeblieben', sagt Marina Bischof vom Tierschutzverein - und in ihrer Stimme liegt bittere Ironie.

Gut 60 Ratten hatten Tierschützer, Polizei und Feuerwehr vor gut zwei Wochen aus der Wohnung einer Kemptenerin geholt - es war nicht der erste Einsatz dieser Art. Seit Jahren wird die 56-Jährige immer wieder auffällig, darf deshalb gar keine Tiere mehr halten.

Generell stufen Fachleute Tiersammeln als psychische Krankheit ein, die behandelt werden müsse. Betroffene könnten selbst nicht erkennen, dass sie sich nicht ausreichend um ihre Tiere kümmern können. Dass allein mit Strafen im Fall von Tiersammlern nicht viel zu erreichen ist, dieser Meinung ist auch Rechtsamtsleiterin Nadine Briechle. Sie möchte nun mit der betroffenen Frau sprechen und will dazu auch die Sozialbehörden einbinden.

Warum auch das Tierheim mit der Situation überfordert ist, finden Sie in der Allgäuer Zeitung (Kempten) vom 23.09.2014 (Seite 29).

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