Irsee
Franziskusfest auf dem Hof der Hoffnung

Fast ein Jahr lang existiert inzwischen der Hof der Hoffnung in Bickenried. Die Fazenda da Esperança wurde von Franziskanern eingerichtet, um jungen ehemaligen Suchtkranken mit Gemeinschaft, Arbeit und Spiritualität wieder ein Leben in der Gesellschaft zu ermöglichen. Nun feiert die Einrichtung am 5. September das erste Franziskusfest in dem Irseer Ortsteil.

Auf den weltweit über 60 Fazendas findet das Fest zumeist am 3. Oktober statt. Auf Gut Bickenried wurde es wegen des Klimas um einen Monat vorverlegt. Bei feuchtem Wetter stehen zwei große Festzelte bereit. Auf dem Programm stehen ein Gottesdienst, geistliche Worte sowie Gespräche. Zudem soll der Hof vorgestellt werden (siehe Infokasten).

Dabei hatte die Einrichtung einen holprigen Start, denn erst nach einer positiven Bürgerbefragung in Irsee wurde die Fazenda vor elf Monaten eingeweiht. Inzwischen laufe es richtig gut, meint Tim Schmolke. Seit sechs Monaten leitet der 33-Jährige mit Pater Georg Schlütter den Hof in Bickenried. Derzeit leben dort 15 Menschen, davon elf ehemalige Suchtkranke.

Für die fachliche und medizinische Beratung wurde ein Beirat mit Bezirkstagspräsident Jürgen Reichert, Diözesan-Caritasdirektor Prälat Peter Manz, Bürgermeister Andreas Lieb, Pfarrer Johann Wagner (beide Irsee) und Oberarzt Dr. Martin Schmidt, Leiter der Suchtabteilung im Bezirkskrankenhaus Kaufbeuren, eingerichtet.

Arbeit gibt es auf der Fazenda genug: So wird derzeit der ehemalige Schweinestall umgebaut. Er soll energetisch saniert werden. Zudem gibt es einen eigenen Garten mit Obstbäumen und eine kleine Landwirtschaft. Dazu gehören rund 150 Tiere wie Schweine, Schafe, Hühner, Enten oder Kaninchen, erzählt Schmolke. Außerdem betreiben die Bewohner ein kleines Hof-Café, indem seit April selbst gebackene Torten verkauft werden. Obendrein kochen die Bewohner auch Marmelade mit eigenem und gespendetem Obst ein.

Zudem verschicken die Bewohner für das Hilfswerk «Kirche in Not» zwischen 150 und 800 Pakete im Monat. Finanziert wird die Einrichtung vor allem über diesen Versand und Spenden. Dazu kommen noch spärliche Fördermittel.

Insgesamt sei die Fazenda auf einen guten Weg, freut sich Schmolke. Es gebe zudem gute Kontakte und auch schon Freundschaften mit den Anwohnern.

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