Biessenhofen
Fragebogen für Senioren

Gut besucht war die jüngste Gemeinderatssitzung in Biessenhofen. Auf der Tagesordnung stand das seniorenpolitische Gesamtkonzept des Landkreises Ostallgäu. Die Anzahl der Senioren nimmt in Zukunft zu und für diesen Wandel sollte man gerüstet sein, gab Bürgermeister Wolfgang Eurisch zu bedenken. Bis 2033 soll nach Prognosen die Zahl der über 65-Jährigen in Biessenhofen um ein Drittel und die der über 80-Jährigen sogar um 77 Prozent steigen. Darum stelle sich die Frage, was man speziell in der Gemeinde dafür tun könne.

Alexander Zoller, Koordinator für das Seniorenkonzept im Landratsamt Ostallgäu, stellte das im Jahr 2008 erarbeitete seniorenpolitische Gesamtkonzept des Landkreises dem Gemeinderat vor. Darin sind elf Handlungsfelder aufgeführt, darunter Vorschläge unter anderem zum Thema Betreuung und Pflege, Unterstützung pflegender Angehöriger, präventive Angebote oder hospiz-palliative Dienste. Viele praxisbezogene Beispiele wie Ruhebänke, Fahrdienste, Barrierefreiheit oder Tagespflegeangebote veranschaulichten die aufgezeigten Ziele.

Bedarfsanalyse erstellen

Für das weitere Vorgehen in der Gemeinde schlug Zoller vor, zusammen mit der örtlichen Seniorenbeauftragten eine Bedarfsanalyse zu erstellen. Anhand eines Umfragebogens, der über das Amtsblatt verteilt werden kann, erhält die Gemeinde eine objektive Datengrundlage.

In einem gemeindlichen Seniorenkonzept können anschließend die Aufgaben mit entsprechender Priorität festgestellt und vom Gemeinderat beschlossen werden. Für die Umsetzung des Konzepts sind die Gewinnung von ehrenamtlichen Mitarbeitern und die Bildung von Kompetenzteams hilfreich.

Bürgermeister Eurisch stellte fest, dass der Vortrag gezeigt habe, dass in Biessenhofen noch einige Handlungsfelder offen sind. Jedoch habe man mit der derzeitigen Erstellung eines Wegweisers für die ältere Generation und der Planung für betreutes Wohnen im ehemaligen Bahnhaus in Biessenhofen schon die richtige Richtung eingeschlagen. Wie vorgeschlagen werde nun die Verwaltung einen Fragebogen erstellen.

Die Seniorenbeauftragte der Gemeinde Biessenhofen, Centa Meggle, fand es sehr hilfreich, dass die seniorenpolitische Situation im Gesamten betrachtet wurde und dann in den Gemeinden der jeweilige Bedarf festgestellt wird. Obwohl Biessenhofen, vor allem in der Infrastruktur, nicht schlecht da stehe, gebe es noch Handlungsbedarf.

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