Baisweil
Fotovoltaik für kommunale Gebäude

Obwohl einige Gemeinderäte Fotovoltaikanlagen durchaus skeptisch gegenüberstehen, hat sich das Gremium einstimmig dafür entschieden, die kommunalen Gebäude mit Modulen für die Ausnutzung der Sonnenkraft auszurüsten. Die Anlagen sollen noch dieses Jahr installiert werden, meinte Bürgermeister Thomas Steinhauser.

Bereits in der vorigen Sitzung hatte Hermann Specht die Überlegungen zu Fotovoltaikanlagen vorgestellt (wir berichteten). Demnach könnten die Schule und der Wertstoffhof in Baisweil sowie das Feuerwehrhaus in Lauchdorf damit ausgerüstet werden. Die Gemeinde will so etwa 58 Kilowattstunden Strom produzieren und einspeisen. Auf diese Art hätte Baisweil eine umweltfreundliche Einnahmequelle. Die Idee des Bürgermeisters, die beiden Gebäude an der Kläranlage ebenfalls auszurüsten, wurde verworfen: Dort sei die Aufrüstung zu teuer und der Ertrag zu unrentabel. Specht stellte nun die Angebote vor, die für die Ausrüstung der drei Häuser eingegangen waren. Der Gemeinderat entschied sich nach relativ kurzer Diskussion für das Angebot einer Firma aus Friesenried. Die will die drei Gebäude für etwa 170000 Euro mit Fotovoltaikanlagen ausrüsten.

Günstiger, wenngleich ärgerlicher, kommt die Gemeinde eine Untersuchung über den Brandschutz im Kindergarten. Dort hatte die Gemeinde ihren Tagungssaal für die Kinderkrippe zur Verfügung gestellt und war in die Turnhalle des Kindergartens für Sitzungen umgezogen. Damit gehe jedoch eine Nutzungsänderung einher, erklärte Steinhauser. Möglicherweise müssten bis zu fünf neue Fluchttüren eingebaut werden. Nun wurde zunächst eine Mängelliste für das Gebäude in Auftrag gegeben - Kosten: 2400 Euro. Sollte das Ergebnis aber einen teueren Umbau des Kindergartens bedeuten, solle das Gremium lieber über den Anbau einer separaten Kinderkrippe nachdenken, schlug Steinhauser vor.

Nach dem Satzungsbeschluss ist das Gewerbegebiet Baisweil Süd inzwischen im frühzeitigen Verfahren und die Planung liegt nun bis zum 9. Oktober in der Gemeinde öffentlich aus. Etwa 5960 Quadratmeter werden dafür als Ausgleichsflächen ausgewiesen und sollen zugleich auf ein Ökokonto der Gemeinde gehen. «Das ist zwar eine Last, aber macht auch Sinn», so Steinhauser. Zudem beschloss der Gemeinderat, für den technischen Umweltschutz ein Lärmschutzgutachten erstellen zu lassen. Dabei werden Lärmschutzkontingente für die neuen Betriebe ausgerechnet, die diese nicht überschreiten dürfen. Das Gutachten koste die Gemeinde rund 2200 Euro und jeden neuen Betrieb 1700 Euro. «Wir wären dann auf der sicheren Seite und haben es hinter uns. Denn wenn Beschwerden von Bürgern kommen, müssen wir es sowieso machen», begründete der Bürgermeister den Schritt.

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