Umwelt
Forstverwaltung Kaufbeuren lässt Baumbestand ausdünnen

So bald es die Witterung zuließ, waren im Februar Waldarbeiter in dem von der städtischen Forstverwaltung betreuten Wäldern im Umkreis Kaufbeurens unterwegs. Bürger kritisierten daraufhin das Roden von Bäumen. Der Erholungswert der Wälder werde dadurch geschmälert. Doch der Holzeinschlag zum jetzigen Zeitpunkt mache Sinn, versichert Richard Stark, Leiter der Forstverwaltung.

Zum einen müsse beachtet werden, dass ab März keine größeren Waldarbeiten mehr erlaubt seien, um die beginnende Brut- und Fortpflanzungs- sowie Nistperiode in der Vogelwelt nicht zu beeinträchtigen. Aber auch «die Sicherheit der erholungssuchenden Bevölkerung» habe Priorität, so Stark. Zu dichte Waldkronen fördern nämlich die so genannte «Totastbildung», Äste können herabstürzen. «Die Auslichtung der Bestände dient folglich dem Erhalt der grünen Krone, also gesunder und ungefährlicher Äste im Wegbereich», erklärt der Förster weiter. Zudem werde der Einfall von Sonnenlicht gefördert, das für die natürliche Baumverjüngung und die Bodenvegetation unabdingbar sei.

Daneben gebe es des Weiteren wirtschaftliche Gründe für den Einschlag. Allein in Bayern beschäftige die Waldwirtschaft rund 200000 Menschen. Damit liege die holzverarbeitende Branche zahlenmäßig vor dem Fahrzeugbau oder der Ernährung, so Stark.

«Zudem ist Holz der umweltfreundlichste Roh- und Wertstoff, den es gibt.» Denn selbst eine Verwendung als Brennstoff sei umweltfreundlich, da nicht mehr CO2 freigesetzt werde, als beim Wachstum gebunden wurde.

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