Balderschwang
Forstexperten einig: Weißtanne für Schutzwald unverzichtbar

Peter Titzler vom Landwirtschaftsamt Kempten führte eine Delegation europäischer Forstwissenschaftler bei einer Exkursion durch den Bergwald in Balderschwang. Die Experten wollten Einblicke gewinnen, wie im Oberallgäu die Weißtanne verbreitet ist.

Dabei würdigten die Fachleute die fachgerechte Bewirtschaftung intakter Bergmischwälder mit der rechtzeitigen Verjüngung der Weißtanne. Die Vertreter der Bayerischen Staatsforsten, Helmut Weixler und Hubert Heinl, stellten ebenso wie Privatwaldbesitzer Klaus Kohler dar, dass auch in Schutzwäldern profitable Forstwirtschaft möglich sei. Das Forstprinzip «früh, mäßig, oft» sei konsequent umgesetzt worden, eine gemischte Verjüngung habe aufwachsen können und werde den künftigen Schutzwald bilden. Die Experten waren sich einig, dass angesichts des Klimawandels in den Alpen kein Weg am Bergmischwald mit Weißtanne vorbeiführe. Die tief wurzelnde Tanne schütze so gut wie keine andere Baumart die Täler vor Lawinen. Stürme ertrage diese Baumart besser als die Fichte und halte auch einen Temperaturanstieg aus.

Die Wildbestände müssten der gemischten Verjüngung so angepasst werden, dass die Weißtanne einem Verbiss nicht zum Opfer falle. Die Vertreter der Staatsforsten sowie der Vorsitzende der Jagdgenossenschaft Balderschwang, Eckart Lässer, wiesen darauf hin, dass bei entsprechender Jagdkonzeption sowohl das Rotwild als auch die Weißtanne eine Zukunft hätten.

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