Flughafen-Gegner wollen weitermachen

Benningen | br | Der Aktionskreis (AK) 'Stopp dem Fluglärm/Kein Flugplatz Memmingerberg' wird seine Aktivitäten unter anderem Namen fortsetzen. Nach der juristisch inzwischen abgesicherten Genehmigung des Regionalflughafens will der Verein seinen Schwerpunkt künftig auf die kritische Begleitung des Flugbetriebs legen, sich um mögliche Missstände kümmern.

Dies wurde bei einer außerordentlichen, mit 150 Mitgliedern gut besuchten Hauptversammlung in der Benninger Festhalle mit großer Mehrheit beschlossen - bei lediglich einer Enthaltung der AK-Vorsitzenden Gabriela Schimmer-Göresz. Ende April/Anfang Mai soll das weitere Vorgehen festgelegt, insbesondere auch der neue Name vereinbart werden, unter dem die Bürgerinitiative dann firmieren will.

Ausdrücklich äußerten bei der Versammlung die Bürgermeister von Benningen und Westerheim, Meinrad Bernhard und Ludwig Haisch, den Wunsch, dass der Aktionskreis weiter machen möge: Die Gemeinden bräuchten jemanden, 'der ihnen zur Seite steht'.

Auch als Anwalt der vom Fluglärm betroffenen Bürger versteht sich die Bürgerinitiative. Laut Gabriela Schimmer-Göresz wurde auf dem Memmingerberg zuletzt eine beträchtliche Zunahme an Schulungsflügen registriert. Zudem hat in jüngster Zeit ein zivil genutztes Militärflugzeug mehrfach für Aufsehen gesorgt. Auch sind nach Darstellung von Schimmer-Göresz nachts Organe für Transplantationen eingeflogen worden. Weil der Allgäu Airport einer 'Betriebspflicht' unterliege, müsse er - so Schimmer - nach Aussage von Geschäftsführer Ralf Schmid während der zugelassenen Betriebszeiten im Grunde alles starten und landen lassen.

Wie die AK-Vorsitzende ferner argwöhnte, seien die Flughafen-Verantwortlichen schon mit Rücksicht auf ihre Bilanzen darauf erpicht, viele Starts und Landungen zu ermöglichen. Das alles werde zu einer massiven Zunahme an Lärm führen.

Im Rückblick auf sieben Jahre Kampf gegen den Flughafen Memmingen sei die Erkenntnis zu unterstreichen, die man zum Beginn der Aktivitäten von bereits bestehenden Fluglärminitiativen gehört habe: Das deutsche Flugverkehrsgesetz schütze 'die Flughäfen vor den Bürgern und nicht umgekehrt'. Ein Fazit im Rechenschaftsbericht von Schimmer-Göresz lautete auch: 'Wir sind um viele Erfahrungen und Enttäuschungen reicher.'

In einem Grußwort dankte Rechtsanwalt Frank-Florian Seifert, der den Aktionskreis und Einzelkläger vor Gericht vertrat, 'für die hervorragende Zusammenarbeit'. Seifert hält 'eine Ausweitung des Nachtflugbetriebes und des Frachtfluges für mehr als wahrscheinlich'.

Autor:

Allgäuer Zeitung aus Kempten

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