Ukraine-Krieg
Flüchtlinge aus der Ukraine im Allgäu - Aktuell schon über 5.500

Eine Mutter, die mit ihrer Tochter aus der Ukraine geflohen ist.
  • Eine Mutter, die mit ihrer Tochter aus der Ukraine geflohen ist.
  • Foto: picture alliance/dpa/AP | Petros Giannakouris
  • hochgeladen von Josef Brutscher

Immer mehr Menschen, die vor dem Krieg in der Ukraine flüchten, kommen in Deutschland und auch im Allgäu an. Die Bundespolizei hat laut einem Tweet des Bundesinnenministeriums des Innern und für Heimat seit Beginn des russischen Angriffskrieges etwa 366.000 Kriegsflüchtlinge aus der Ukraine in Deutschland registriert. 

So viele Geflüchtet sind aktuell im Allgäu

Auch in den Allgäuer Landkreisen und kreisfreien Städten ist die Zahl der Geflüchteten angestiegen. Insgesamt sind im Allgäu derzeit ungefähr 5.587 Flüchtlinge angekommen. So viele haben zumindest die Städte und Landratsämter registriert. Weil viele Menschen aber auch über private Verbindungen aus der Ukraine nach Deutschland gekommen sind, oder noch nicht registriert sind, dürften es in Wirklichkeit noch mehr sein.

  • Ostallgäu: 1.400 - 1.500 Flüchtlinge angekommen

Im Landkreis Ostallgäu sind laut einer Einschätzung des Landratsamtes inzwischen etwa 1.400 bis 1.500 Flüchtlinge aus der Ukraine angekommen und aufgenommen worden. Im Laufe der letzten Woche hat das Landratsamt rund 125 weitere Flüchtlinge registriert. Die geflüchteten Menschen sind überwiegend in privaten Unterkünften untergebracht.

  • Kempten: Grenze der Aufnahmefähigkeit erreicht

Die Stadt Kempten hat bis Mittwoch 758 ukrainische Geflüchtete erfasst. Weil es täglich mehr werden, ist laut Stadt "zum jetzigen Zeitpunkt erkennbar, dass in Kempten die Grenze der kommunalen Aufnahmefähigkeit erreicht ist." Gerade die Fragen nach mittel- bzw. langfristigen kommunalen Unterkunftsmöglichkeiten würden diese Grenzen aufzeigen.

  • Lindau: Keine neuen Flüchtlinge zugeteilt

Dem Landkreis Lindau wurden laut dem Landratsamt seit einer Woche keine neuen Geflüchteten aus der Ukraine zugeteilt. Insgesamt haben sich in Lindau 570 geflüchtete Personen erstangemeldet. Untergebracht sind die Geflüchteten zu einem großen Teil privat, und zu einem kleineren Teil in dezentralen Unterkünften des Landkreises. Aktuell reichen die Kapazitäten laut dem Landratsamt noch aus, aber der zur Verfügung stehende Wohnraum wird auch hier aktuell immer knapper.

  • Oberallgäu: Über 1.000 Flüchtlinge bereits gemeldet

Seit Montag vor einer Woche (11. April) sind nach Angaben des Landratsamtes im Landkreis Oberallgäu 42 weitere Geflüchtete aus der Ukraine angekommen. Damit sind 1.047 Menschen aus der Ukraine, 611 Erwachsene und 436 Kinder, offiziell im Landkreis gemeldet. Hauptsächlich kommen die Menschen, wie das Landratsamt Oberallgäu meldet, in privaten Unterkünften unter. Der Landkreis hat aber auch schon damit begonnen, die Menschen in den eigenen Unterkünften unterzubringen.

  • Memmingen: Annäherung an Kapazitätsgrenze

Auch in die Stadt Memmingen sind in den letzten Tagen weitere Ukraine-Flüchtlinge gekommen. Insgesamt befinden sich nach Aussagen der Stadt mittlerweile 506 Geflüchtete in Memmingen. Die Stadt nähert sich derzeit der aktuellen Kapazitätsgrenze an, was die Aufnahmemöglichkeiten von Flüchtlingen betrifft. Es gibt jedoch laut der Stadt nicht nur Zuzug zu verzeichnen, sondern auch immer wieder Personen, die Memmingen wieder verlassen.

  • Kaufbeuren: Etwa 450 Ukraine-Flüchtlinge

In Kaufbeuren leben der Stadt zufolge mittlerweile rund 450 ukrainische Flüchtlinge. Ein Teil von ihnen ist privat bei Gastfamilien untergebracht, ein weiterer Teil ist bei dezentralen städtischen Einrichtungen untergekommen. Die meisten Geflüchteten haben aber Freunde und Bekannte aufgenommen.

  • Unterallgäu: Über 60 Geflüchtete in einer Woche

Innerhalb der letzten Woche sind im Landkreis Unterallgäu 61 Flüchtlinge aus der Ukraine angekommen. Insgesamt ist die Zahl der Geflüchteten in dem Landkreis laut Landratsamt damit auf 756 gestiegen. Auch hier ist der Großteil der Menschen privat untergekommen. Der Landkreis möchte aber weitere Unterbringungsmöglichkeiten bereit stellen. Ab 1. Mai stehen laut Landratsamt 150 zusätzliche Plätze in dezentralen Unterkünften zur Verfügung.

add_content

Sie möchten selbst beitragen?

Melden Sie sich jetzt kostenlos an, um selbst mit eigenen Inhalten beizutragen.

© Allgäuer Zeitungsverlag GmbH / rta.design GmbH

Powered by PEIQ