Fischerkönige
Fischerkönige: Majestäten erinnern an ihre (Groß-)Taten im Stadtbach in Memmingen

Zum inzwischen 19. Treffen im Vorfeld eines Fischertages hatte Edi Güttler die noch lebenden Ex-Fischerkönige eingeladen. Güttler errang diese höchstmögliche Auszeichnung für einen Memminger vor 20 Jahren. Als dienstältester Monarch kam Reiner Honacker zum Treffen, Memminger Fischerkönig 1952, vor 60 Jahren.

Das Wetter war dem vorgesehenen Ablauf mit einer Führung durch und um den Zollergarten mit Heimatpfleger Uli Braun zwar nicht ganz zuträglich – es regnete in Strömen – , aber ein gekrönter Stadtbachfischer wird auch damit fertig.

Dies war zumindest die Meinung der Anwesenden. Uli Braun führte also eine regenbeschirmte Truppe durch den teilweise schon 1774/75 gepflanzten Baumbestand des Zollergartens.

Braun zeigte auch einen der in seinen Augen interessantesten Punkte Memmingens, der selten die gebührende Beachtung finde: den Übergang von der allerersten Memminger Stadtmauer mit originalen Tuffsteinquadern aus der Zeit um 1170 zur Ulmer Vorstadt aus dem 15. Jahrhundert.

Geleitet von den 'Trommlerbuben' (bei denen längst auch Mädchen mitmischen), führte der Weg der Majestäten im Anschluss zum 'Löa', der Weinstube zum goldenen Löwen am Schrannenplatz.

Dort erinnerten der amtierende Fischerkönig Thomas III., 'der Hundertste', und auch diejenigen, die wesentlich weiter im Kalender zurückblättern mussten, an ihren jeweils besonderen Fischertag, der ihnen die Königswürde bescherte.

Reiner Honacker erinnert sich

Ganz besonders gefragt dabei der Senior, Reiner Honacker. Seine Königsforelle, gefangen vor dem Engel am Bach, wog gerade mal 1020 Gramm – 'es gab aber schon noch wesentlich kleinere auch'.

Honacker fing damals zusammen mit seinem Bruder 52 Fische und sieht den Begriff 'Profitfischer' als 'überhaupt nicht ehrenrührig, es stimmt.' Heinz Kurringer, Mundschenk über 30 Jahre ab 1953, erreichte seine Königswürde 1985, also nach dem Ende dieses Ehrenamtes.

Edi Güttler machte es anders herum: Er wurde 1992 Fischerkönig und übernahm ab 1995 das Mundschenken-Amt. Seit 1937 gibt es Mundschenk und Truchsess beim Fischertag. Sie sind die ständigen Begleiter des Fischerkönigs, nachdem sie den alten vom Vorjahr mit einem Fußtritt vom Thron befördert haben.

Ehrenvorsitzender Helmut Scheufele, Ehrenmitglied Uli Braun, Oberfischer Jürgen Kolb als aktuelles Geburtstagskind in der Runde, Vorstandsmitglieder und 'Könige zuhauf' wurden von Vorstandsmitglied Uschi Hirschmeier begrüßt.

Sie offenbarte, was ihr am Fischertag eine ganz besondere Freude bereitet: 'Den neuen Fischerkönig zuhause anrufen und ihm mitteilen, er isches!'

Kommentare

online discussion

Sie möchten kommentieren?

Sie möchten zur Diskussion beitragen? Melden Sie sich an, um Kommentare zu verfassen.

Diskussion schließen

Hinweis: Der Autor wird vom System benachrichtigt

add_content

Sie möchten selbst beitragen?

Melden Sie sich jetzt kostenlos an, um selbst mit eigenen Inhalten beizutragen.

© Allgäuer Zeitungsverlag GmbH / rta.design GmbH

Powered by PEIQ

Karte einbetten

Abbrechen

Video einbetten

Es können nur einzelne Videos der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Playlists, Streams oder Übersichtsseiten.

Abbrechen

Social-Media Link einfügen

Es können nur einzelne Beiträge der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Übersichtsseiten.

Abbrechen

Beitrag oder Bildergalerie einbetten

Abbrechen

Schnappschuss einbetten

Abbrechen