125-Jahr-Feier
Firma Bosch lädt junge Menschen ein, um ihnen Produktionsprozesse und Ausbildungsangebote näherzubringen

«Bohrmaschinen, Roboter, ein riesengroßer Betrieb.» Noch gibt es wenige Begriffe, die Vanessa, Sabrina und Maximilian einfallen, wenn die Schüler an den Namen Bosch denken. Doch das soll sich an diesem Freitagvormittag ändern.

Zusammen mit 281 Jugendlichen von insgesamt 24 Mittelschulen, Realschulen und Gymnasien aus dem Oberallgäu haben sich die drei 14-Jährigen im Festzelt auf dem Werksgelände in Immenstadt-Seifen versammelt. In den nächsten beiden Stunden werden die Schüler an 13 Stationen erfahren, welche Ausbildungsrichtungen sie bei der Firma Bosch einschlagen können und welche Weiterbildungsmöglichkeiten es dort gibt.

Im Rahmen ihres 125-jährigen Jubiläums hatte das Unternehmen auch knapp 150 Studenten der Hochschulen Kempten, Augsburg und Ulm zu einem Rundgang eingeladen, der gruppenweise abläuft.

«Wir wollen jungen Menschen zeigen, was Technik bei Bosch überhaupt ist», sagt Personalleiter Bernhard Lösel. Sprich, welche Prozesse es gibt, wie sie miteinander verknüpft sind und welche Produkte dabei entstehen. Neben der Fertigung stehe vor allem das Thema Ausbildung auf dem Programm.

«Seit 1960 hatten wir hier im Oberallgäu knapp 1500 Lehrlinge», weiß Ausbildungsleiter Bernward Lindenthal. Ab nächstem Jahr wolle Bosch auch in Zusammenarbeit mit Hochschulen in die praxisnahe Ausbildung von Ingenieuren einsteigen. Heute aber, «wollen wir besonders jungen Mädchen eine Lehre schmackhaft machen», ergänzt Martina Steinacker. Deren Anteil liegt laut der Abteilungsleiterin für Aus- und Weiterbildung derzeit bei fast 30 Prozent , der auf 50 Prozent gesteigert werden soll.

Vanessa und Sabrina können sich allerdings noch nicht so recht vorstellen, bei Bosch eine Ausbildung zu beginnen: «Hier muss man sich doch eher für Mathe und Technik interessieren.» Und genau das tun die beiden 14-Jährigen nicht. Maximilian hingegen schon: «Eine Lehre zum Elektroniker finde ich spannend.» Aufmerksam lauscht der 14-Jährige daher den Worten von Anton Halter.

«Heutzutage bestehen viele Geräte, die wir im Alltag brauchen, aus kleinen mechanischen und elektrischen Teilen», erläutert der Ausbildungsmeister für Mechatronik. In der Abteilung lerne dafür jeder Auszubildende erst mal 18 Monate lang die Grundlagen. Danach gehe es in die Fachabteilung, um das Erlernte umzusetzen. Der Rundgang am Vormittag hat den drei 14-jährigen Schülern sichtlich Spaß gemacht: «Hier ist alles sehr professionell gemacht», lautet ihr einstimmiges Fazit.

Weitere Gäste am Abend

«Unsere Mitarbeiter sind der Schlüssel für unseren Erfolg», betont der Kaufmännische Werkleiter Johannes Lauterbach am Abend vor rund 200 Lieferanten, Ärzten und Politikern. Sie hatte Bosch ebenfalls in das Werk eingeladen.

Tag der offenen Tür für jedermann ist heute bei der Firma Bosch in Seifen und in Blaichach von 11 bis 17 Uhr.

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